Stand: 05.09.2026, 22:37 Uhr
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Was für ein Comeback! Aufsteiger Elversberg dreht einen 1:3-Rückstand und gewinnt bei Borussia Mönchengladbach. Krattenmacher wird zum Helden.
Mönchengladbach – Elversberg bleibt in der Bundesliga makellos und sorgt auch am zweiten Spieltag für eine Überraschung. Beim ersten Heimspiel der neuen Saison sah Gladbach nach einer 3:1-Führung bereits wie der sichere Sieger aus. Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen und drehten die Partie in der Schlussphase. Maurice Krattenmacher erzielte in der Nachspielzeit den umjubelten Siegtreffer.

„Der Hammer. Wir freuen uns extrem, dass wir den zweiten Sieg in Folge einfahren konnten, und hoffentlich geht es so weiter“, sagte das Ex-Bayern-Juwel im Interview mit der Sportschau. Für den Offensivspieler war der Erfolg Ausdruck der Mannschaftsstärke: „Wir wissen, dass wir als Team sehr eklig sein können, wenn wir unser Spiel spielen können.“
Krattenmacher veredelt Comeback von Elversberg
Gladbach hatte nach Treffern von Bolin und Scally zwischenzeitlich mit 3:1 geführt – das Spiel schien zu diesem Zeitpunkt entschieden. Elversberg bewies jedoch Moral: Krattenmacher verkürzte zunächst auf 2:3, ehe Keidel einen Freistoß in der 80. Minute traumhaft zum Ausgleich in den Winkel setzte. Als sich bereits vieles auf ein Remis eingestellt hatte, schlug Krattenmacher in der Nachspielzeit erneut zu und bescherte dem Aufsteiger den perfekten Start in der Bundesliga.
Sein zweiter Treffer war für den 21-Jährigen ein besonderer Moment. „Ich hatte viel Platz. Ich wusste, wenn ich den Ball jetzt sauber mitnehme, habe ich viel Platz und eine gute Schussgelegenheit und dann hab ich den Ball ganz gut getroffen und ich bin umso froher, dass der Ball ins Tor gefallen ist.“ Gladbach verpasste es zuvor mehrfach, den Sieg endgültig einzutüten.
Für die Borussia ist der Fehlstart damit perfekt: Nach der Niederlage bei RB Leipzig steht das Team von Eugen Polanski weiterhin ohne Punkt da. Elversbergs Trainer Vincent Wagner hingegen darf sich über sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen freuen. Einen Blick auf die Tabelle will Krattenmacher dennoch nicht werfen: „Wir schauen von Spiel zu Spiel, wollen jede Woche alles geben.“ Krattenmacher war erst diesen Sommer für knapp zwei Millionen Euro von der SV Elversberg verpflichtet worden.
Der FC Bayern München bildete den Offensivakteur seit 2013 aus. Es folgten Leihen zu Unterhaching, SSV Ulm und Hertha BSC Berlin. Auf das Aufsteiger-Dorf wartet nun allerdings die nächste große Herausforderung. Elversberg empfängt am kommenden Sonntag (13. September) um 17.30 Uhr Krattenmachers Ex‑Klub. Der deutsche Rekordmeister kommt nach dem 0:0 auf Schalke sicherlich mit viel Wut im Bauch an die Kaiserlinde. (LF)