Extremwetter im Saarland: Schwere Sturmböen, Hagel, Starkregen – erste Regengebiete steuern auf die Region zu

Extremwetter im Saarland Schwere Sturmböen, Hagel, Starkregen – erste Regengebiete steuern auf die Region zu

Update | Saarbrücken · Nach Gewitter mit teils starkem Regen über einigen Landkreisen im Saarland drohen erneut Sturmböen und Hagel. Gleichzeitig gilt eine amtliche Warnung vor Hitze. Wolken kommen allmählich von Südwesten. Aussichten des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

04.08.2026 , 13:50 Uhr

Erneut können Gewitter über das Saarland hinwegziehen. (Symbolbild)

Erneut können Gewitter über das Saarland hinwegziehen. (Symbolbild)

Foto: Jan Eifert/dpa/Jan Eifert

Update von Dienstag, 4. August, 13.50 Uhr: Die Extremwetter-Lage bleibt weiterhin angespannt. Nach wie vor können sich bei schwüler Hitze kräftige Gewitter über dem Saarland aufbauen. Es gilt zudem eine amtliche Hitze-Warnung. Erste Regengebiete steuern unterdessen auf die Region zu. Nach Angaben des Internet-Portals Wetter-Online könnten diese am späten Dienstagnachmittag, 4. August, von Südwesten die ersten Landesteile erreichen.

Wann erster Regen das Saarland erreichen kann

Erste Wolken tauchen demnach gegen 17 Uhr auf. Stärkere Regengebiete sind ab 18 Uhr möglich. Sie ziehen bis nach 21 Uhr Richtung Nordosten weiter. Wie intensiv sie ausfallen und ob sie Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturm mit sich führen, ist erst kurzfristig vorherzusagen. Blitz und Donner treten zumeist nur lokal auf. Gleichzeitig geht der Deutsche Wetterdienst (DWD) aus Offenbach von neuerlichen Wetter-Kapriolen aus.

Erstmeldung von Dienstag, 4. August, 5.58 Uhr: Das Extremwetter will vom Saarland nicht weichen. Wochenlange Dürre sorgt weiterhin für eine sehr angespannte Lage. So ist die Waldbrand-Gefahr in der Region weiterhin sehr hoch. Hitze ist für viele Menschen eine große Belastung. Eine durchgreifende Veränderung ist nicht in Sicht. Die Aussichten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie die Langzeit-Prognose des Online-Portals Wetter.com im Überblick.

  • Nach Unwetter bei schwülem Wetter folgt leichte Abkühlung im Saarland
  • Waldbrand-Gefahr bleibt weiterhin hoch
  • Langzeit-Prognose: Trockenheit soll sich weiter zuspitzen

Unwetter-Risiko mit Hagel, Starkregen und starken Sturmböen auch am Dienstag

Das turbulente Wetter setzt sich wahrscheinlich am Dienstag, 4. August, fort. Heiter bis wechselnd bewölkt gehe es am Morgen los, melden DWD-Meteorologen. Doch im weiteren Tagesverlauf sollen sich erneut Gewitter auf den Weg ins Saarland machen. Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen sind dann nicht auszuschließen. Lokal unwetterartig kann sich der Regen auswirken. Dabei klettert die Anzeige auf dem Thermometer erneut auf hohe Werte. Bis zu 36 Grad sind möglich. Nur in Hochlagen liegen sie knapp unter der 30-Grad-Marke mit 29 Grad im Maximum. Darum gab der DWD nochmals eine amtliche Warnung vor Hitze heraus.

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Die Waldbrand-Gefahr wird weiter nicht gebannt sein. An den meisten Orten im Saarland sind sie auf der zweithöchsten Stufe vier, was hohe Gefahr bedeutet. Nur an einer Station gehen Beobachter von mittlerer Gefahr und damit von der dritten Stufe aus:

  • Weiskirchen: 4
  • Perl-Nennig: 4
  • Tholey: 4
  • Neunkirchen-Wellesweiler: 4
  • Überherrn-Berus: 4
  • Saarbrücken-Burbach: 3
  • Saarbrücken-Flughafen: 4

Gewitter lassen in der Nacht auf Mittwoch nach – es bleibt tropisch

Die Temperaturen in der Nacht auf Mittwoch sind weit von der Hitze am Tag entfernt. Dennoch ist eine spürbare Abkühlung nicht zu erwarten. Noch immer müssen die Menschen im Saarland vielerorts mit einer tropischen Nacht rechnen. Das ist immer dann der Fall, wenn die Werte nicht unter 20 Grad sinken.

So sind insbesondere Ballungsräume, zu denen Innenstädte zählen, davon betroffen. Dort sinkt die Temperatur nicht unter 22 Grad. Auf dem Land wird es etwas frischer, doch von Kühle ist dies alles weit entfernt. 18 Grad werden hier erwartet. Damit staut sich weiterhin die Hitze vom Tag in den Gebäuden.

Mittwoch bringt weiter Hitze – Gewitter-Risiko geht zurück

Wetterberuhigung heißt es am Mittwoch. Zum Nachmittag erwarten Meteorologen des DWD bei 29 bis 34 Grad einzelne Schauer, die aber keinen ergiebigen Regen mit sich bringen sollen. Damit ändert sich kaum etwas an der hoch bleibenden Waldbrand-Gefahr. Die Lage an den einzelnen Stationen im Saarland (3 steht für mittlere, 4 für hohe Gefahr):

  • Weiskirchen: 3
  • Perl-Nennig: 4
  • Tholey: 4
  • Neunkirchen-Wellesweiler: 4
  • Überherrn-Berus: 3
  • Saarbrücken-Burbach: 4
  • Saarbrücken-Flughafen: 4

Gering bewölkt bis klar präsentiert sich die Nacht zu Donnerstag. Von Niederschlägen ist vorerst keine Rede. Bei 18 bis 13 Grad kommt das Saarland um eine weitere tropische Nacht herum.

Leichte Abkühlung am Donnerstag, aber weiter Hochsommer-Wetter

Die anhaltende Trockenheit setzt sich am Donnerstag fort. Ein dauerhafter Regen ist folglich trotz Wolken nicht in Sicht. Die Dürre hält im Saarland an. Doch wegen der etwas moderateren Temperaturen geht an allen Messstationen die Waldbrandgefahr auf einen mittleren Wert (Stufe drei) zurück. Mit Werten zwischen 25 und 30 Grad ist es aber sommerlich. In höher gelegenen Gebieten ist mit 23 Grad der Höchstwert erreicht, heißt es in der DWD-Vorschau.

Die Wolken bleiben der Region in der Nacht auf Freitag erhalten. Aber Niederschläge tun sich nicht auf. Es wird indes frischer: 14 bis zehn Grad prophezeien Meteorologen für die Stunden bis zum nächsten Morgen.

Trocken und viel Sonne: So geht es in den Freitag

Knapp unter 30 Grad, aber weiterhin hochsommerlich setzt sich das Wetter am Freitag fort. Zwischen 24 bis 29 Grad soll es werden. In höheren Lagen ist bei 22 Grad Schluss. Bei viel Sonne sind Niederschläge nicht angesagt, melden DWD-Meteorologen. Ein schwacher bis mäßiger Wind zieht über das Saarland hinweg, der aus nördlicher Richtung weht.

Das anhaltend trockene Wetter setzt sich in der Nacht zu Samstag fort. Wenn, dann ziehen nur ein paar wenige Wolken durch. Ansonsten zeigt sich der Himmel sternenklar. Die Temperaturen gehen auf erfrischende 14 bis zehn Grad zurück und liegen damit auf dem Niveau der Nacht zuvor.

Aussichten in der Wetter-Langzeitprognose: Trockenheit spitzt sich zu

Wenn sich auch die extreme Hitze zumindest vorerst verabschiedet, befindet sich der Sommer noch längst nicht auf dem Rückzug. Zwar gehen die Temperaturen nach den schwül-heißen Tagen deutlich zurück. Teilweise können sie unter die 25-Grad-Marke fallen. Aber Sonne soll weiterhin das Wetter bestimmen. Dabei bleibt es vorerst noch trocken, wie Wetter.com informiert.

Für eine Prognose, ob die Dürre im Südwesten Deutschlands und damit im Saarland durch Regen beendet wird, vergleichen Meteorologen des Online-Portals in der Regel mehrere Wettermodelle. Das aus Europa geht davon aus, dass die Temperaturen bis Monatsmitte weiter über dem langjährigen Schnitt liegen sollen. Gleichzeitig hält die Trockenheit an. Es bestehen kaum Chancen, dass Flüsse mit teilweise Rekord-Niedrigständen wieder aufgefüllt werden. Lokale Schauer sind ausgemacht, aber flächendeckende Regenfälle sind demnach nicht in Sicht. Das amerikanische Wettermodell für Europa sagt sogar noch weniger Niederschläge voraus. (kig)

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