Fährunglück Indonesien: 1 Toter und über 100 Menschen vermisst

Publiziert13. September 2026, 08:23

Jakarta, IndonesienFährunglück auf hoher See: 1 Toter, über 100 Vermisste

Fähren sind im Inselstaat Indonesien ein wichtiges Transportmittel. Zwischen Java und Kalimantan gerät eine von ihnen in Seenot. Eine Person ist tot, weitere werden vermisst.

Justin Arber

Agence France-Presse

Darum gehts

  • Mindestens ein Mensch ist nach einem Fährunglück vor Indonesiens Küste ums Leben gekommen.
  • Die Fähre Virgo Transport 8 verlor bei schlechtem Wetter den Funkkontakt; 103 der 243 Menschen an Bord wurden gerettet.
  • Schiffsunfälle sind in dem Inselstaat mit über 17'000 Inseln wegen laxer Sicherheitsstandards und unberechenbarem Wetter häufig.

Bei einem Fährunglück vor der Küste Indonesiens ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. 103 Menschen seien von dem Schiff mit 243 Menschen an Bord in Sicherheit gebracht worden, nachdem bei schlechtem Wetter der Kontakt zu der Fähre abgebrochen war, sagte der Leiter der Rettungskräfteeinheit, I Putu Sudayana, am Sonntag.

«Wir haben die Suche nach Opfern mit allen verfügbaren Mitteln ausgeführt», sagte Sudayana. Einer der geretteten Passagiere sei verstorben. Die Einsatzkräfte kämpften den Angaben zufolge mit bis zu zweieinhalb Meter hohen Wellen. Auch ihr Schiff sei einem «grossen Risiko» ausgesetzt, sagte Sudayana.

Schiffsunglücke: Keine Seltenheit in Indonesien

Die Virgo Transport 8 hatte am Sonntagmorgen den Hafen von Surabaya im Osten der Insel Java verlassen. Ziel war ein Hafen auf Borneo. Dann brach der Funkkontakt ab. Wie Sudayana der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, hatte das Schiff nach Angaben des Kapitäns Schlagseite bekommen, bevor der Kontakt abbrach.

In Indonesien, einem Archipel aus mehr als 17'000 Inseln, sind Schiffsunfälle keine Seltenheit. Ursache sind teilweise laxe Sicherheitsstandards sowie das unvorhersehbare Wetter.

Im August kamen bei einem Brand auf einer Fähre mindestens fünf Menschen ums Leben. Im Juli war eine Fähre mit mehr als 70 Passagieren auf dem Weg zur Insel Selayar südlich von Sulawesi gesunken. Mindestens vier Menschen starben, weitere 14 Menschen wurden nach dem Einstellen der Suchaktion noch vermisst.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Justin Arber

Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.

Agence France-Presse

Deine Meinung zählt

Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert