„Historisches Triple seinem Namen verbunden“: FC Bayern trauert um Trainer-Legende Hermann

Stand: 19.09.2026, 21:08 Uhr

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Zum Start des Oktoberfests 2026 muss der FC Bayern eine Todesmeldung verkraften. Trainer-Legende Peter Hermann verstirbt nach langer Krankheit.

München – Der FC Bayern München hat am Samstagabend den Tod von Peter Hermann bekanntgegeben – der langjährige Co-Trainer ist nach einem langen Kampf mit der Nervenkrankheit ALS im Alter von 74 Jahren gestorben. „Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie, den Angehörigen und den vielen Weggefährten von Peter Hermann“, erklärte Bayern-Präsident Herbert Hainer in einer Klubmitteilung.

Peter Hermann

Peter Hermann war unter Niko Kovac beim FC Bayern als Co-Trainer tätig. © Sven Hoppe

Hermann gehörte zu jenen Figuren des deutschen Fußballs, die selten im Scheinwerferlicht standen – und dennoch Großes bewirkten. Mehr als 1.000 Mal stand er als Assistent an der Seitenlinie, für Vereine quer durch die Republik. Seinen größten Triumph erlebte er beim FC Bayern, wo er von 2011 bis 2013 als Co-Trainer von Jupp Heynckes wirkte und beim ersten Triple der Vereinsgeschichte dabei war – Champions League, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal.

Bayern-Boss Hainer huldigt verstorbenen Peter Hermann

Hainer würdigte ihn dafür ausdrücklich: „Das historische Triple 2013 ist auch mit seinem Namen verbunden.“ Als Heynckes den Rekordmeister im Herbst 2017 ein zweites Mal übernahm, kehrte Hermann erneut nach München zurück. Nach Heynckes‘ Abschied im Sommer 2018 blieb er noch ein weiteres Jahr – diesmal als Assistent von Niko Kovac. Insgesamt sammelte er mit den Bayern eine Champions-League-Trophäe, drei Meistertitel, zwei DFB-Pokalsiege und zwei nationale Supercups.

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Vor seiner Münchner Zeit hatte Hermann fast zwei Jahrzehnte bei Bayer 04 Leverkusen verbracht, wo er einer ganzen Reihe von Cheftrainern zur Seite stand – darunter Dragoslav Stepanovic, Erich Ribbeck, Christoph Daum und Berti Vogts. Zur Saison 2008/09 verließ er den Werksklub, nachdem er unter Bruno Labbadia nur noch als Talentscout hatte arbeiten sollen. Hainer fasste Hermanns Haltung treffend zusammen: „Der Fußball lebt nicht zuletzt von Persönlichkeiten wie Peter Hermann, die nicht immer im Rampenlicht stehen und dennoch dafür sorgen, dass immer alles glänzt.“

Als aktiver Spieler hatte Hermann 120 Bundesliga-Partien absolviert und dabei zwölf Tore erzielt; hinzu kamen 167 Spiele im deutschen Unterhaus mit 27 Treffern. Er lief unter anderem für den Hamburger SV, Alemannia Aachen und Bayer 04 Leverkusen auf. Seine letzte Station als Trainer war Borussia Dortmund – dort schied er Anfang Dezember 2022 aus gesundheitlichen Gründen aus. Seitdem war er ohne Job geblieben. Zudem coachte er drei Monate beim Rivalen Schalke 04.

Die Nachricht von Hermanns Tod erreichte Niko Kovac live bei Sky – unmittelbar nach dem 1:0-Sieg des BVB gegen den VfB Stuttgart. Kovac, unter dem Hermann zuletzt in München gearbeitet hatte, rang sichtlich um Worte: „Sehr schwierig. Mein Beileid an die Familie. Ich habe vor ein, zwei Monaten versucht, mit ihm zu sprechen. Ich bin tief traurig, ein toller Mensch.“ (fpt)