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Femizid auf Marktplatz Kelkheimer trauern bei Gedenkfeier um Getötete
Nach dem Machetenangriff auf eine Frau in Kelkheim hat die Stadt der Getöteten gedacht. Etwa 500 Menschen nahmen an der Gedenkstunde teil. "Die abscheuliche Gewalttat am vergangenen Dienstag in der Stadtmitte hat uns tief erschüttert", teilte die Stadt mit.
Viele Menschen haben sich in Kelkheim versammelt, um der Getöteten zu gedenken. Bild © Andreas Heygen (hr)
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00:28 Min. |18.07.26, 19:30 Uhr|hr
Gedenkfeiern nach Femizid in Kelkheim
Bild © hr
Die Stadt Kelkheim (Main-Taunus) trauert: Vier Tage nach dem gewaltsamen Tod einer 58-Jährigen Kelkheimerin haben die Bürgerinnen und Bürger am Samstagabend innegehalten.
Aufgerufen zu der Gedenkfeier auf dem Marktplatz hatte die Stadtverwaltung. Nach Angaben von Bürgermeister Albrecht Kündiger (UKW) gab es ingesamt etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Gemeinsames Trauern und Unterstützen
Neben Bürgermeister Kündiger und dem Ersten Stadtrat Dirk Hofmann nahmen auch die Pfarrer der evangelischen und katholischen Kirche am Gedenken teil und hielten Ansprachen. Mit einem Bild wurde an die Getötete erinnert, zudem wurden Spenden gesammelt.
Es gehe darum, gemeinsam mit der Familie zu trauern. Gleichzeitig wolle man für diejenigen da sein, die die Tat auf dem Marktplatz gesehen haben. "Die abscheuliche Gewalttat am vergangenen Dienstag in der Stadtmitte hat uns tief erschüttert", hieß es auf Instagram in der Einladung zur Gedenkstunde.
Der Bürgermeister von Kelkheim und Geistliche hielten die Gedenkfeier ab. Bild © Andreas Heygen (hr)
Frau starb an Stich- und Schnittverletzungen
Am Dienstagabend hatte ein 60-Jähriger Mann seine Ehefrau mit einer Machete in der Nähe des Marktplatzes angegriffen und getötet. Sie starb an den Stich- und Schnitt-Verletzungen. Viele Menschen mussten die Tat mitansehen. Drei Männer im Alter von 17, 28 und 32 Jahren versuchten vergeblich den Ehemann aufzuhalten.
Der Mann habe "aus übersteigertem Besitzdenken und Eifersucht" gehandelt, so die Staatsanwaltschaft. Demnach waren der Tatverdächtige und das Opfer seit 1991 verheiratet, lebten aber seit mehreren Jahren in Trennung. Er sitzt wegen des Verdachts des Mordes in Untersuchungshaft.
Weitere InformationenHilfe bei Gewalt gegen Frauen
Bei akuter Gefährdung: Polizeinotruf 110Wenn Sie als Frau von häuslicher Gewalt betroffen sind, können Sie rund um die Uhr kostenfrei das Hilfetelefon anrufen unter der Nummer 116016 oder hier Beratung und Hilfe finden. Der Weiße Ring hilft Opfern von Gewalt.
Auch Männer, die ein Aggressions- und Gewaltproblem haben, können (frühzeitig) Hilfe und Beratung bekommen. In der "Wegweiser"-Broschüre der Landeskoordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt werden Anlaufstellen in Hessen aufgelistet.
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