Feuerwehr Mettlach Wieso der Löschbezirk Weiten zwei neue Einsatzfahrzeuge erhalten hat
Mettlach · Der Löschbezirk Weiten hat zwei neue Einsatzfahrzeuge erhalten. Eines davon bauten die Feuerwehrleute selbst um. Das andere stärkt den Katastrophenschutz – und brauchte vier Jahre bis zur Auslieferung.
20.07.2026 , 13:00 Uhr
Am Samstag wurden vor der Kirche St. Hubertus in Weiten zwei neue Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Mettlach von Pastor Thomas Schmitt (Vierter von rechts) gesegnet.
Foto: Erich Brücker
Ein mit Stolz erfüllter Tag liegt hinter dem Löschbezirk Weiten der Freiwilligen Feuerwehr Mettlach. Getreu dem Feuerwehr-Geleitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ begann am vergangenen Samstagabend mit einer feierlichen Einsegnung vor der Kirche St. Hubertus in Weiten der „offizielle Dienst“ zweier neuer Einsatzfahrzeuge.
Pastor Thomas Schmitt nahm sowohl für einen Mannschaftstransportwagen (MTW) als auch für ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 20 KatS) für den Katastrophen- und Vegetationsschutz die Einsegnung vor und stellte sie ebenso wie die Rettungskräfte des Löschbezirks unter den Schutz des heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehren.
Er sprach dabei die Hoffnung aus, dass die Feuerwehrleute möglichst wenig zu Einsätzen müssen und wenn, dann vor allem heil und gesund heimkommen mögen. Für die Fahrzeuge überreichte der Gottesmann zwei Christophorus-Medaillen. Der heilige Christophorus gilt als Schutzpatron der Fahrzeugführer.
Bürgermeister Daniel Kiefer begrüßte zu diesem Festakt zahlreiche Führungskräfte aus dem Feuerwehrwesen des Landkreises und der Saarschleifen-Kommune. Auch viele Feuerwehrleute des eigenen sowie benachbarter Löschbezirke und Landes- sowie Kommunalpolitiker waren gekommen.
Der Verwaltungschef, der zugleich oberster Feuerwehrmann der Gemeinde ist, betonte, dass Feuerwehrfahrzeuge weitaus mehr als die Summe ihrer technischen Ausrüstung und Investitionskosten sind. Sie seien „Arbeitsmittel für Menschen, die bereit sind, zu jeder Tages- und Nachtzeit Verantwortung zu übernehmen“, so Kiefer. Die Fahrzeuge seien zur Rettung von Menschenleben, zum Schutz des Eigentums und zur Bewältigung außergewöhnlicher Gefahren da.
Zugleich seien sie sichtbare Zeichen dafür, dass die Gemeinde Mettlach ihrer Verantwortung für den Brandschutz und für Gefahrenabwehr nachkommt. „Die Beschaffung erfolgte gemeinsam mit fünf weiteren Kommunen durch den Landkreis Merzig-Wadern, wodurch erhebliche personelle und organisatorische Anforderungen gebündelt sowie wirtschaftlichere Konditionen erzielt werden konnten“, nannte Kiefer die interkommunale Zusammenarbeit einen beispielhaften Weg.
Pastor Thomas Schmitt segnete die Fahrzeuge.
Foto: Erich Brücker
Sein Dank galt allen Beteiligten aus Kreisverwaltung und Feuerwehrwesen, die diesen Beschaffungsprozess mit fachlichem Sachverstand und persönlichem Einsatz begleitet haben. „Zwischen Beschluss, Ausschreibung, Auftragserteilung und Auslieferung lagen vier Jahre, umso schöner ist es, dass das Löschfahrzeug heute hier steht“, zeigte sich Kiefer äußerst zufrieden.
Richtung Löschbezirk Weiten gewandt, lobte Kiefer das gezeigte Engagement, die Eigenverantwortung und den Zusammenhalt. „Mit diesen Eigenschaften habt ihr den Mannschaftstransportwagen angeschafft und in vielen Arbeitsstunden zu einem zweckmäßigen Feuerwehrfahrzeug umgebaut“, lobte Kiefer die Eigeninitiative. Der Wagen verbessere den Transport der Einsatzkräfte, unterstütze die Kinder- und Jugendfeuerwehr und schaffe zusätzliche Flexibilität im Ausbildungs- und Einsatzdienst.
Kreisbrandinspekteur Thomas Jager überbrachte die Grüße der Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und dankte der Kommune trotz der schlechten Finanzlage für die Anschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeugs, mit dem die Feuerwehr Mettlach und insbesondere der Löschbezirk Weiten überörtliche Aufgaben beim Brandschutz und auch beim Katastrophen- und Vegetationsschutz wahrnehme. Gemeindewehrführer Christian Thul nannte die Indienststellung des Löschfahrzeuges für den Katastrophenschutz einen besonderen Tag für die Gemeindewehr und den Löschbezirk.
„Die Anschaffung ist schon ein großer Wurf für uns, schafft einen erheblichen Mehrwert für die Gemeinde und die Personen vor Ort“, sagte Thul. Derweil stellte der Löschbezirksführer Martin Peter das Fahrzeug im Detail mit seiner besonderen Ausstattung, zusätzlichen Ausrüstungen, moderner Löschtechnik und Leistungsfähigkeit vor. (sil/skm)