Die Brände bei Bordeaux bedrohen nicht nur Wälder, sondern auch das Sommergeschäft der Tourismusregion. Die Übersicht.
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Der Kampf gegen die Flammen: Vor Beginn einer neuen Hitzewelle in Frankreich versucht die Feuerwehr, die an der Atlantikküste wütenden Waldbrände weiter einzudämmen. Während der grössere der beiden Brände bei Bordeaux den Einsatzkräften weiterhin zu schaffen mache, sei der flächenmässig kleinere Brand inzwischen unter Kontrolle, sagte Präsident Emmanuel Macron beim Besuch der Einsatzleitung am Abend in Bordeaux. «Wir werden diesen Kampf zum Schutz der Bevölkerung gewinnen», sagte Macron und lobte «die bemerkenswerte Arbeit zum Schutz der Zivilbevölkerung».
2500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1500 Soldaten sind in der Region im Einsatz. Unterstützung ist nicht nur aus weiten Teilen Frankreichs, sondern auch aus dem Ausland eingetroffen.
So hilft die Schweiz: Bereits am Samstag sind 34 Feuerwehrleute mit Löschfahrzeugen von Genf nach Bordeaux aufgebrochen. Ihr Einsatz soll laut dem Aussendepartement EDA bis zum 1. August dauern. Von Waldbränden betroffen ist nicht nur die französische Atlantikküste. Deshalb schickt die Schweiz am Dienstagmorgen drei Armeehelikopter des Typs Super Puma zur Waldbrandbekämpfung auf die Insel Korsika. Zusätzlich reisen zwanzig Spezialisten zur Brandbekämpfung mit.
Waldbrände bei Bordeaux und bei Madrid – die Bilder
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Bild 1 von 17. Die Feuerwehr kämpft ausserhalb von Bordeaux gegen die Flammen (26.7.2026).
Bildquelle: Keystone/AP Photo/Emma Da Silva.
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Bild 2 von 17. Ein Feuerwehrmann kämpft gegen die Flammen in Ares im Département Gironde im Westen Frankreichs (25.7.2026).
Bildquelle: Keystone/HANDOUT/DAMIEN REMBERT.
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Bild 3 von 17. Feuerwehrleute kämpfen gegen den Waldbrand bei Lège-Cap-Ferret (24.7.26). Wegen der Brände in der französischen Region um Bordeaux wurden mehr als 150'000 Menschen evakuiert.
Bildquelle: Reuters/Handout/DAMIEN REMBERT.
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Bild 4 von 17. Auch schweres Gerät wird im Kampf gegen die Flammen eingesetzt (24.7.26).
Bildquelle: Reuters/Handout/DAMIEN REMBERT.
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Bild 5 von 17. Der Wald bei Biscarrosse steht in Flammen (25.7.26).
Bildquelle: Keystone/Handout/LOIC MARTIN .
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Bild 6 von 17. In Lege-Cap-Ferret im Departement Gironde verschärft sich die Situation weiter.
Bildquelle: Reuters/Stephane Mahe.
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Bild 7 von 17. Mehr als 1000 Feuerwehrleute – hier in Cap Ferret – sind in den betroffenen Regionen im Einsatz.
Bildquelle: imago images/Stephane Duprat/ABACAPRESS.
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Bild 8 von 17. Neun Löschflugzeuge und zwei Löschhelikopter stehen in Südwestfrankreich im Einsatz.
Bildquelle: imago images/Thibaut Durand/ABACAPRESS.
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Bild 9 von 17. Die Flammen zerstören auch den Friedhof von Cap Ferret.
Bildquelle: imago images/First Eye/ABACAPRESS.
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Bild 10 von 17. In Fox-Amphoux bei Pontevès im Departement Var sind die Einsatzkräfte bereits seit Mittwoch im Einsatz.
Bildquelle: Reuters/Manon Cruz.
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Bild 11 von 17. Verbrannte Erde nach den Waldbränden.
Bildquelle: Keystone/Mariam A. Montesinos.
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Bild 12 von 17. Evakuierte Anwohnende ruhen sich im Messezentrum Bordeaux-Lac aus, das zu einer Notunterkunft umfunktioniert wurde.
Bildquelle: Reuters/Manon Cruz.
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Bild 13 von 17. In Spaniens Provinz Avila verbrannten 15'000 Hektaren Wald und 5000 Einwohner mussten evakuiert werden.
Bildquelle: Keystone/RAUL SANCHIDRIAN.
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Bild 14 von 17. Auch in Spanien werden die Brände mit Löschflugzeugen bekämpft.
Bildquelle: Keystone/MANU FERNANDEZ.
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Bild 15 von 17. Das spanische Dorf Burgohonfo in der Provinz Avila war von den Bränden schwer betroffen.
Bildquelle: Keystone/RAUL SANCHIDRIAN.
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Bild 16 von 17. In El Tiemblo (Region Kastilien und Leon) löschen Freiwillige die Brände.
Bildquelle: REUTERS/Violeta Santos Moura.
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Bild 17 von 17. Auch Haustiere wurden vor den Bränden – hier in Madrid – in Sicherheit gebracht.
Bildquelle: REUTERS/Ana Beltran.
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Die aktuelle Lage: Um dem Feuer die Möglichkeit einer weiteren Ausbreitung zu nehmen, wurden am Montag an zahlreichen Stellen Schneisen in den Wald gerodet. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebiete soll damit verhindert werden. Für die Brandbekämpfung sei auch die weitere Wetterentwicklung mit dem Aufkommen von Wind und Hitze wichtig, hiess es von den Behörden.
Seit Mittwoch wurden mehr als 220’000 Menschen in der Ferienregion an der Atlantikküste in Sicherheit gebracht, auch viele Touristinnen und Touristen. Das Feuer hat sich auf bis zu 15 Kilometern der Grossstadt Bordeaux genähert und rund 42’000 Hektar Wald und Buschland zerstört. Das sind 420 Quadratkilometer – beinahe die Fläche des Kantons Obwalden. Seit der Nacht zum Montag hat die Feuerwehr allerdings eine weitere Ausbreitung verhindern können, die Lage habe sich stabilisiert.
Leichte Entspannung in Spanien
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In Spanien zeichnet sich eine leichte Entspannung der Lage ab, die Behörden warnen jedoch vor verfrühter Entwarnung. Besonders betroffen bleiben die Provinz Ávila westlich von Madrid sowie die benachbarten Regionen Madrid und Toledo, wo die Brände zusammen knapp 80’000 Hektar Wald- und Buschland verwüstet haben. Seit dem Wochenende hat sich die Ausbreitung der Brände deutlich verlangsamt.
Rund 90’000 Menschen waren zuletzt von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen betroffen. Die kommenden Stunden gelten als entscheidend, da der Wetterdienst Aemet ab Mittwoch eine neue Hitzewelle erwartet. Auch in der Provinz Castellón im Osten des Landes brennt es weiter; dort mussten rund 16’000 Menschen ihre Häuser verlassen.
Harter Schlag für Tourismussektor: Die von Waldbränden betroffene Tourismusregion um Bordeaux bangt unterdessen um die Saison, nachdem die Regierung Touristen aufgerufen hat, vorerst nicht anzureisen. «Das ist ein schwerer Schlag – der Tourismus ist komplett zum Erliegen gekommen, die Saison ist vorbei», sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) der Gironde, Patrick Seguin. «Wir bitten die Französinnen und Franzosen eindringlich, sich nicht in die Gironde zu begeben, solange das Feuer noch nicht unter Kontrolle ist», hatte Regierungssprecherin Maud Bregeon am Montagmorgen gesagt.
Tagesschau, 28.07.2026, 19:30 Uhr ; agenturen/imhm; schm