Italien: Flüsse treten über die Ufer – Lombardei ruft den Notstand aus

Publiziert21. August 2026, 22:56

ItalienFlüsse treten über die Ufer – Lombardei ruft den Notstand aus

Heftige Unwetter treffen weite Teile Italiens. Rund 1000 Einsätze waren nötig, 400 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Besonders betroffen ist die Lombardei.

Karin Leuthold

Darum gehts

  • Schwere Unwetter treffen Italien: Die Lombardei hat wegen der Unwetterschäden den Notstand ausgerufen.
  • Landesweit rückte die Feuerwehr zu rund 1000 Einsätzen aus, rund 400 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.
  • Für Samstag gilt in fünf Regionen – darunter Lombardei und Kampanien – eine gelbe Unwetterwarnung des Zivilschutzes.

Die norditalienische Region Lombardei hat am späten Freitagabend wegen schwerer Unwetter den Notstand ausgerufen. Auch in weiteren Teilen Italiens – darunter im Piemont, in der Toskana und in Umbrien – zogen heftige Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen, Hagel und starken Windböen auf.

Die Feuerwehr rückte innerhalb weniger Stunden landesweit zu rund 1000 Einsätzen aus. Erdrutsche, Überschwemmungen und Schäden an Gebäuden hielten die Einsatzkräfte in Atem. Rund 400 Menschen mussten nach Angaben der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden.

Besonders kritisch ist die Lage in der Lombardei. Dort wurden bereits mehr als 430 Rettungseinsätze durchgeführt, wie «Sky TG24» berichtet. In der Provinz Brescia trat der Fluss Oglio über die Ufer. Auch in der Provinz Bergamo sorgten die Wassermassen für gefährliche Situationen.

Die schweren Gewitter trafen auch die Gegend um Ponte di Legno in der Provinz Brescia. Dort musste die Seilbahn Ponte-Tonale ausser Betrieb genommen werden, nachdem ein Blitz in die Steuereinheit eingeschlagen hatte. Alle acht Fahrgäste konnten sicher evakuiert werden.

Auch das Piemont wurde von den Unwettern schwer getroffen. Dort rückten die Einsatzkräfte zu mehr als 260 Einsätzen aus, insbesondere in den Provinzen Turin, Novara und Vercelli. Überschwemmungen und beschädigte Dächer sorgten für zahlreiche Notrufe.

In der Toskana leisteten die Rettungskräfte bei mehr als 200 Einsätzen Hilfe. Besonders betroffen waren die Gebiete rund um Florenz, Pistoia, Lucca und Pisa. In der Provinz Bergamo mussten zudem rund 250 Gäste eines Campingplatzes in Isola di Fondra evakuiert werden. Auch in Ligurien waren die Einsatzkräfte im Dauereinsatz: Starke Regenfälle führten in den Provinzen Genua und La Spezia zu mehr als 160 Einsätzen.

Eine Entwarnung gibt es vorerst nicht. Für Samstag hat der italienische Zivilschutz eine gelbe Unwetterwarnung für verschiedene Gebiete in fünf Regionen herausgegeben: Lombardei, Molise, Kampanien, Apulien und Basilikata.

Karin Leuthold

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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