Förderverein für Gustav-Schoeltzke-Haus gegründet – Millionensanierung geplant

Stand: 16.09.2026, 06:45 Uhr

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Der Altheimer Ortsbeirat (von links Marco Stix, Cornelius Hecker, Sigrid Vollhardt und Ortsvorsteherin Regina Hermann; es fehlt Marc Theisen) initiiert die Gründung eines Fördervereins, der sich der Unterhaltung und Pflege des Gustav-Schoeltzke-Hauses widmen soll.

Der Altheimer Ortsbeirat (von links Marco Stix, Cornelius Hecker, Sigrid Vollhardt und Ortsvorsteherin Regina Hermann; es fehlt Marc Theisen) initiiert die Gründung eines Fördervereins, der sich der Unterhaltung und Pflege des Gustav-Schoeltzke-Hauses widmen soll. © Jens Dörr

Der Altheimer Ortsbeirat lädt am 21. September zur Vereinsgründung ins Gemeindehaus der evangelischen Kirche ein. Die Gemeinde Münster will das 121 Jahre alte Haus für mehrere Millionen Euro sanieren.

Münster – Kurz vor den Sommerferien fasste das Münsterer Parlament den Grundsatzbeschluss, das Gustav-Schoeltzke-Haus in Altheim im Eigentum der Gemeinde zu behalten und seine zahlreichen baulichen und technischen Mängel in den nächsten Jahren für voraussichtlich mehrere Millionen Euro Steuergeld zu beheben. Der Verkauf der Immobilie, ihr Abriss oder der Bau eines neuen Dorfgemeinschaftshauses an anderer Stelle im Ortsteil sind damit vom Tisch.

Auf dieser Basis ergreift der Altheimer Ortsbeirat nun die vorwärtsgerichtete Initiative: Das fünfköpfige Gremium, dem je zwei Vertreter der Wählergemeinschaft klar! und der CDU sowie ein Sozialdemokrat angehören, lädt für den kommenden Montag (21., 19 Uhr) zur Gründung eines Fördervereins ins Gemeindehaus der evangelischen Kirche Altheim ein.

Gründungsmitglieder werden gesucht

Ein Entwurf für die Satzung des neuen Vereins, für dessen Gründung es mindestens sieben Personen braucht, ist bereits entstanden. Hier hat sich vor allem Cornelius Hecker engagiert, der für die SPD im Ortsbeirat sitzt, als früherer Jurist vom Fach ist und schon mehrere Vereinssatzungen verfasst hat. Der „Förderverein Gustav-Schoeltzke-Haus Altheim“, wie er offiziell heißen soll und nach dem Eintrag ins Vereinsregister noch den Zusatz „e. V.“ (eingetragener Verein) erhalten soll, verfolgt einen klaren Zweck: Im Interesse der lokalen Jugend- und Altenhilfe sowie der Denkmal- und Heimatpflege soll er der Unterhaltung und Pflege des bestehenden Dorfgemeinschaftshauses dienen.

Wie das rund um das 121 Jahre alte Objekt, das nach dem von 1960 bis 1966 tätigen Altheimer Bürgermeister Gustav Schoeltzke benannt ist (damals war Altheim noch eigenständig, wurde erst in den 70ern in Münster eingemeindet), genau aussehen soll, gibt die Satzung im Paragrafen zum Vereinszweck bewusst noch nicht vor. Dort skizziert man das Anliegen nur grundlegend, was dem in den Startlöchern stehenden Verein, seinem am Montag zu wählenden Vorstand und seinen Mitgliedern entsprechende Beinfreiheit lassen soll.

Vereinsvermögen bleibt gemeinnützig

Klar geregelt ist im Satzungsentwurf schon mal, dass der Verein „selbstlos“ tätig sein soll und nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgt. Vereinsmittel dürfen nur in satzungsgemäße Zwecke fließen, die Mitglieder dürfen keine Zuwendungen aus dem Verein erhalten. Sprich: Alle, die sich über den Förderverein künftig fürs Gustav-Schoeltzke-Haus engagieren, müssen dies rein ehrenamtlich tun.

Mitglied werden kann jede natürliche und juristische Person – nicht nur aus Altheim, wo aber der Sitz des Vereins sein soll. Auch Minderjährige können beitreten. Ob jemand in den Verein aufgenommen wird, entscheidet „nach freiem Ermessen“ sein Vorstand. Er soll aus drei Personen bestehen: einem Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden und einem Schatzmeister. Mitglieder verpflichten sich zur Zahlung eines Mitgliedsbeitrags, dessen Höhe die Mitgliederversammlung in ihrer ersten Sitzung festlegen soll.

Für den Fall einer Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder den Wegfall steuerbegünstigter Zwecke soll die Satzung des Fördervereins Gustav-Schoeltzke-Haus Altheim regeln, dass das Vereinsvermögen an die Bürgerstiftung Münster fällt. Das wäre aber nur der traurige Schlussakt eines Kapitels, das in wenigen Tagen mit der Gründung frohen Mutes beginnen soll. (Jens Dörr)