Frauen-Bundesliga verschiebt TV-Rechteausschreibung erneut

Fußball Stadion Rasen

Weitere Verzögerungen, der Zeitplan wird daher enger. Schon kommenden Sommer laufen die bisherigen Verträge aus. Für Liga und Sender ist die Verschiebung daher schlecht.

Der Verkauf der TV-Rechte für die Fußball-Bundesliga der Frauen ist erneut verschoben worden. Interessierte TV-Sender sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in dieser Woche vom Präsidium der FBL über den Ablauf informiert worden.

Die FBL bestätigte auf Anfrage, dass die Ausschreibung in der Woche vom 28. September angekündigt werden soll. Ursprünglich sollte der Prozess schon im Frühjahr starten, doch wegen der sich abzeichnenden Abspaltung der Frauen-Bundesliga vom Deutschen Fußball Bund hatte DFB-Generalsekretär Holger Blask die Ausschreibung damals gestoppt.

Außerordentliche Bundestag entscheidet

Die FBL wollte den Prozess dann Anfang September in Eigenregie starten. Jetzt wartet sie ab, dass der Außerordentliche Bundestag des DFB an diesem Freitag über den Grundlagen- und Pachtvertrag zwischen DFB und FBL entscheidet. „Mit der Zustimmung wird die wesentliche rechtliche Grundlage für die Eigenständigkeit der Frauen-Bundesliga wie auch die formale Voraussetzung für die Ausschreibung der Medienrechte erfüllt sein“, schreibt das Präsidium.

FBL-Präsidentin Katharina Kiel hatte Sendern und Medienunternehmen bereits vor einigen Wochen verschiedene Ideen präsentiert. Als sicher gilt, dass die neuen TV-Verträge nur über zwei Jahre laufen sollen. Nach derzeitiger Planung soll es verschiedene Modelle geben. Zur Diskussion stehen unter anderem die Abschaffung des Montags-Spieltages, mehrere parallele Partien für eine Konferenzschaltung oder Playoffs, wie sie im Basketball oder im Eishockey üblich sind. 

Die bisher letzte TV-Rechtevergabe für die Bundesliga der Fußballerinnen unter der Federführung von Blask hatte eine Erhöhung der Lizenzeinnahmen um das 16-fache ergeben. Seit der Saison 2023/24 gibt es jährlich 5,17 Millionen Euro brutto. Bis 2026/2027 laufen alle 132 Spiele beim Telekom-Sender MagentaSport und beim ebenfalls kostenpflichtigen Streamer DAZN. Zudem gibt es 22 Partien im frei empfangbaren Fernsehen bei Sport1 sowie zehn Partien bei ARD und ZDF.

Text: dpa / Redaktion DF: mw

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