Freibad in Homberg öffnet erst 2027 – Becken nicht fertig geworden

Stand: 01.09.2026, 08:25 Uhr

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Diese Luftaufnahme des Freibads Erleborn in Homberg entstand Ende Mai 2026.

Diese Luftaufnahme des Freibads Erleborn in Homberg entstand Ende Mai 2026. © Foto: Jörg Döringer

Das Freibad Erleborn in Homberg bleibt dieses Jahr geschlossen. Bürgermeister Nico Ritz nennt einen heftigen Winter und Probleme bei den Technikgewerken als Gründe.

Homberg – Das Freibad Erleborn in Homberg wird in diesem Jahr nicht mehr öffnen. Das bestätigt Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf Anfrage. Die Stadt hatte zuletzt noch gehofft, das Bad im Spätsommer für einige Tage öffnen zu können – auch, um den Badebetrieb vor der nächsten Saison zu testen. Daraus wird jetzt nichts.

Die Gründe für die Verzögerung sind vielfältig. Vor allem aber sei der Winter heftiger und länger ausgefallen als erwartet, sagt Ritz. „Die Zeit, die wir Anfang des Jahres verloren haben, konnten wir nicht gänzlich wieder reinholen.“ Weiterhin sei die Koordination der Technikgewerke nicht optimal und „nicht wie erwartet“ gelaufen. „Dort hätte ich mir einen reibungslosen, schnelleren Fortschritt gewünscht.“

Test nach Sanierung in dieser Saison nicht mehr möglich

Die Stadt hatte ursprünglich den August noch als Bademonat mitnehmen wollen. „Es wäre nicht darum gegangen, einen tollen Freibadbetrieb zu ermöglichen“, sagt Ritz. Er betont, dass die Fertigstellung des Multifunktionsgebäudes, in dem sich künftig unter anderem der Kassenbereich befinden wird, von vornherein nicht für dieses Jahr geplant war. Auch auf eine perfekte Liegewiese hätten die Besucher bei einer Öffnung noch verzichten müssen. Ziel wäre es vielmehr gewesen, eine Bademöglichkeit zu bieten und alles in einem kleineren Rahmen im Echtbetrieb zu testen. Aber: „Das Becken sollte fertig werden. Das hat nicht geklappt“, sagt Ritz und bedauert die Verzögerungen.

Freibad ist Thema in Parlamentssitzung

Die Mehrkosten und der aktuelle Sachstand zur Sanierung sind auch Thema in der nächsten Homberger Stadtverordnetenversammlung. Sie findet am Donnerstag, 3. September, ab 19 Uhr in der Stadthalle statt. Da für die Sanierung mehr Geld als geplant benötigt wird, sollen die Stadtverordneten eine Summe in Höhe von 832.000 Euro freigeben. Das Geld soll umgewidmet werden.

Im kommenden Jahr soll das Freibad jedoch vollständig und runderneuert öffnen. Die Stadt wolle noch in diesem Jahr mit allen wesentlichen Arbeiten fertig werden. Einige Restarbeiten seien im Frühjahr noch zu erledigen. Aus Sicht des Rathauschefs steht einer Eröffnung im Sommer 2027 nichts entgegen – dann allerdings ohne den ursprünglich geplanten Testlauf. „Ich hoffe auf einen Sprung ins warme Wasser“, sagt Ritz. Ein Grund für die Sanierung war neben dem allgemein schlechten baulichen Zustand des Bads auch die marode Badewassertechnik, die das Wasser nicht mehr erwärmte.

Sanierungskosten liegen bei knapp zwölf Millionen Euro

Die längere Bauzeit hat aber nicht nur dazu geführt, dass das Freibad zwei Jahre lang zu war. Statt der anvisierten zehn Millionen Euro liegen die Sanierungskosten inzwischen bei knapp zwölf Millionen Euro. Das entspricht Mehrkosten von etwa sieben Prozent. Aus Sicht des Bürgermeisters ein vertretbarer Rahmen für ein Projekt dieser Größenordnung. Die Steigerung der Baukosten lasse sich nicht an einem Teilbereich festmachen. Vielmehr hätten viele Einzelthemen dazu geführt.

Vorhandenen Bestand zu nutzen und zu sanieren, könne auch mit Schwierigkeiten verbunden sein. So musste in der Bauphase immer wieder nachgesteuert werden – etwa dann, als ein Hang abzurutschen drohte oder der Untergrund des neuen Eingangsgebäudes nachträglich stabilisiert werden musste.