Stand: 03.09.2026, 00:15 Uhr
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Kerstin Uhlig von der SG Wetterau erschwimmt bei der Schwimm-EM der Masters in der Slowakei die Silbermedaille. Insgesamt startet die 65-Jährige an sechs Wettkampftagen in fünf Rennen.
Das war der perfekte Auftakt für Kerstin Uhlig von der SG Wetterau bei den Schwimm-Europameisterschaften der Masters im slowakischen Samorin, nahe Bratislava. Gleich beim ersten Start über 200m Lagen konnte die Friedbergerin in der ausgezeichneten Zeit von 3:19,82 in einem durchgängig kämpferischen Rennen den zweiten Platz erschwimmen.
Šamorín in der Slowakei war Treffpunkt der europäischen Masters-Schwimmszene: 1078 Damen und 1264 Herren zwischen 20 und 90 Jahren aus ganz Europa kämpften bei den Europameisterschaften der Masters im Beckenschwimmen um Titel und Medaillen. Erstmalig waren bei internationalen Titelkämpfen auch SchwimmerInnen ab 20 Jahren zugelassen. Bisher lag das minimale Mastersalter bei 25 Jahren. Eine weitere Neuerung war auch, dass diese Europameisterschaften inklusiv ausgetragen wurden. Die Neuerungen, jetzt noch zu unbekannt aufgrund der kurzfristigen Einführung, werden vor allem in Zukunft das Teilnehmerfeld stark erweitern. Unter den rund 300 Aktiven aus Deutschland war auch Kerstin Uhlig von der heimischen SG Wetterau.
Mit der X-Bionic Sphere hatten die Masters eine außergewöhnliche Wettkampfstätte. Das weitläufige Sportresort vereint moderne Trainings- und Wettkampfinfrastruktur und bot damit beste Bedingungen für die europäischen Titelkämpfe.
An sieben Wettkampftagen standen insgesamt 38 Wettkämpfe auf dem Programm.
Die Wettkämpfe wurden bei 30 und mehr Grad Celsius unter freiem Himmel ausgetragen.
Die Wetterbedingungen hatten natürlich Einfluss auf die Zeiten. Greller Sonnenschein blendete die Starter, aber auch Gewitter unterbrachen die Wettkämpfe, und das Wasser im Wettkampfbecken wies aufgrund der hohen Außentemperaturen auch ungewöhnlich warme Temperaturen auf. Letztlich mussten sich jedoch alle Teilnehmer dieser Europameisterschaften gleichermaßen mit diesen Bedingungen arrangieren.
Kerstin Uhlig konnte nach dem gelungenen Auftakt in ihrem ersten Wettkampf weitere hervorragende Platzierungen bei diesen Europameisterschaften erreichen.
In ihrem zweiten Rennen über 100m Brust gelang es ihr, in 1:39,47 als schnellste Deutsche den fünften Platz zu erkämpfen. An ihrem dritten Wettkampftag konnte die Friedbergerin diese Leistung noch toppen. Nur um wenige Hundertstel Sekunden verfehlte sie über 50m Brust in 0:43,34 die Bronzemedaille, freute sich aber über den vierten Platz im starken Teilnehmerfeld über diese Strecke. Dass sich das intensivierte Training in den letzten Wochen gelohnt hat, konnte sie über 400m Freistil unter Beweis stellen. Mit einem gleichmäßigen Rennen konnte Kerstin Uhlig auch hier in der AK 65 den vierten Platz erkämpfen (6:02,51) und ihre schwimmerische Vielseitigkeit unter Beweis stellen. In ihrem abschließenden Wettkampf an ihrem sechsten Wettkampftag, den 50m Schmetterling (0:41,90), konnte sie sich im sehr starken Feld der Sprintspezialistinnen mit dem siebten Platz erneut gut platzieren.