Fußball-Bundestrainer: Klopp findet Einigung mit Red Bull

Jürgen Klopp ist frei für das Bundestraineramt. Bis zur endgültigen Einigung müsse man sich ein wenig noch gedulden, sagte er kurz vor Anpfiff des WM-Endspiels, aber sein Vertrag mit Red Bull sei kein Hindernis mehr. „Ich habe eine Einigung und eine Regelung mit Red Bull gefunden, eine sehr, sehr großzügige Regelung, wenn man so will.“

Er verwies allerdings auf noch anstehende Gespräche mit dem Deutschen Fußball Bund. „Es ist nichts final, und das ist nun mal so. Es ist ja so, die Gespräche liefen, und alles geht in die richtige Richtung“, sagte Klopp im Sender MagentaTV. Details zum Gespräch mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff nannte Klopp zwar nicht. Sein bis 2029 datierter Vertrag als weltweiter Fußball-Chef im Getränkekonzern hat demnach aber offenbar keine Gültigkeit mehr, so dass er zum DFB wechseln kann.

„Der Kontakt zu mir ist nie abgerissen“, sagte Mertesacker

Klopp soll möglichst in der kommenden Woche als neuer Bundestrainer beim DFB vorgestellt werden, sobald letzte Vertragsdetails geklärt sind. „Es sollte dann in den nächsten Tagen passieren, im Idealfall“, sagte Klopp. Es müssten aber noch „viele Gespräche“ geführt werden, sagte er.  Klopp monierte auch, dass in den vergangenen Tage zu viele Details durchgesickert seien. Nicht alle Berichte seien korrekt gewesen. Klopp soll beim DFB die Nachfolge von Julian Nagelsmann antreten, der nach dem frühen WM-Aus den Bundestrainerposten zwei Jahre vor Auslaufen seines Vertrages räumen musste.

Der DFB entwirft bereits das Team hinter Klopp und hat in diesem Zuge auch mit Per Mertesacker, 41, gesprochen. Das bestätigte der Weltmeister von 2014 am Sonntagabend im ZDF. „Man muss dem DFB eins lassen. Der Kontakt zu mir ist nie abgerissen“, sagte Mertesacker: „In der letzten Woche ist noch mal ein bisschen Dynamik reingekommen. Wir unterhalten uns sozusagen.“

Es gebe allerdings „noch nichts zu verkünden. Natürlich ist die Priorität erst mal bei Jürgen Klopp, und dann schauen wir, was mit meiner Person passiert“, sagte er. Mertesacker galt zuletzt bereits als erster Kandidat für die Nachfolge des zum Jahresende ausscheidenden DFB-Geschäftsführers Andreas Rettig.