Handball-Champions-League Füchse Berlin nach Sieg in Porto eine Runde weiter
Stand: 15.10.2026 • 23:56 Uhr
Die Füchse Berlin haben durch einen 36:33-Sieg beim FC Porto die Hauptrunde der Champions League erreicht. Nach dem Erfolg in Porto ist den Füchsen der zweite Tabellenplatz der Gruppe A nicht mehr zu nehmen.
Die Füchse Berlin haben durch einen 36:33-Sieg beim FC Porto die Hauptrunde der Handball-Champions-League erreicht. Nach dem Erfolg in Porto ist den Füchsen der zweite Tabellenplatz der Gruppe A nicht mehr zu nehmen.
Bester Werfer bei den Füchsen war Linksaußen Tim Freihöfer mit 15 Treffern. Bei den Portugiesen war Vasco Costa mit acht Toren am häufigsten erfolgreich.
Das Hinspiel gegen Porto in der vergangenen Woche hatten die Füchse Berlin bereits mit 40:32 gewonnen.
Fehler auf beiden Seiten bestimmen erste Hälfte
Zu Beginn des Spiels leisteten sich die portugiesischen Hausherren mehrere Abspielfehler in der Offensive, wodurch die Füchse Berlin früh auf 4:1 stellen konnten. Anschließend waren es jedoch die Gäste, die mehrere Möglichkeiten vergaben, teilweise zu überhastet den Abschluss suchten und so Porto zum Ausgleich kommen ließen. Das Offensivspiel beider Teams blieb im Verlauf der ersten Hälfte von Ungenauigkeiten geprägt.
Porto zeigte sich wie im Hinspiel physisch stark und verteidigte resolut, auch mehrmals auf Kosten von Zeitstrafen. Die Füchse konnten in der Folge nach zwei schnellen Toren von Mathias Gidsel und dank eines immer treffsichereren Tim Freihöfer zwischenzeitlich auf 15:11 erhöhen.
Die Portugiesen hielten sich aber im Spiel, kamen wieder auf 13:15 heran und arbeiteten in der Schlussphase der ersten Hälfte sogar am Ausgleich. Der Pausenstand lautete 19:18 für die Füchse. Superstar Mathias Gidsel (drei Tore in der ersten Hälfte) konnte dem Spiel noch nicht seinen Stempel aufdrücken, das Torhüter-Duo der Berliner aus Lasse Ludwig und Andreas Palicka bekam so gut wie keine Hand an den Ball.
Füchse weiter oft ungenau, können aber Führung halten
In der zweiten Hälfte blieb das Bild zunächst unverändert. Nach weniger als zwei Minuten kam Porto nach einem erneuten Fehlpass der Füchse zur ersten Führung des Abends (19:20 aus Sicht der Berliner). Jedoch konnten die Gäste schnell wieder ausgleichen und nach mehreren Paraden des stärker werdenden Andreas Palicka auf 25:23 erhöhen. Die Mannschaft von Trainer Nicolej Krickau zeigte nur phasenweise ihre vollen offensiven Fähigkeiten. Mehrere Zwei-Minuten-Strafen auf beiden Seiten führten zu einem unuhigen und engen Duell.
In den letzten zehn Minuten des Spiels konnte Mathias Gidsel mehrmals den Platz aufgrund einer doppelten Überzahl ausnutzen und so knapp fünf Minuten vor Schluss auf 34:30 für die Füchse stellen. Durch eine weitere Zeitstrafe der Berliner und einen folgenden technischen Fehler, der einen Wurf ins leere Tor ermöglichte, stand es zwei Minuten vor Spielende 34:32.
Die Füchse verpassten so die Entscheidung und die Partie blieb spannend. Porto versuchte mit einem siebten Feldspieler einen Vorteil zu erzwingen, kassierte dadurch aber zwei schnelle Tore. Somit konnten die Füchse in einem engen Spiel den 36:33-Sieg mit nach Hause nehmen.
Weiter geht es bei Bundesliga-Spitzenreiter Flensburg
Damit buchen die Füchse vorzeitig ihr Ticket für die Hauptrunde der Champions League. Im nächsten Gruppenspiel gegen Tabellenführer Veszprém am 21. Oktober könnten die Berliner mit einem Sieg sogar punktgleich ziehen.
Am Sonntag (18. Oktober) steht zunächst das Duell in der Bundesliga bei Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt an. Der rbb überträgt das Spiel ab 15 Uhr live im rbb Fernsehen und im Stream auf rbb24.de.
Sendung: rbb|24, 15.10.2026, 22:45 Uhr Audio: rbb|24, 15.10.2026, Hendrik Flöter