Stand: 18.10.2026, 21:00 Uhr
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Der zweite Saisonsieg war zum Greifen nah, doch am Ende musste sich der VfL Wildeshausen mit einem Punkt begnügen. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer verdienten 2:0-Führung gegen den SC Blau-Weiß 94 Papenburg verlor der Landesliga-Aufsteiger nach dem Wechsel den Zugriff und kassierte binnen fünf Minuten den Ausgleich. Immerhin: Im Abstiegskampf macht das Team von Marcel Bragula mit vier Punkten aus zwei Spielen einen Schritt nach vorn.
Wildeshausen – Eine Halbzeit lang schien der zweite Saisonsieg zum Greifen nah. Doch die Fußballer des VfL Wildeshausen brachten eine 2:0-Führung gegen den SC Blau-Weiß 94 Papenburg nicht ins Ziel und mussten sich am Ende mit einem Punkt begnügen. Nach dem 1:0 in Hollage war es für das Team von Marcel Bragula immerhin das zweite Erfolgserlebnis in Folge. Vier Punkte aus den vergangenen beiden Spielen geben dem Landesliga-Aufsteiger im Abstiegskampf neuen Mut – auch wenn der Auftritt nach der Pause zeigte, wie schnell eine Partie kippen kann.
Kari bringt den VfL auf Kurs
Rund 100 Zuschauer trotzten dem Nieselregen und sahen zunächst einen mutigen VfL, der den Tabellensiebten früh unter Druck setzte. Schon in der sechsten Minute bot sich Jannik Stöver die Führung: Nach einem Steilpass lupfte er den Ball über den herausstürmenden Keeper Jakob Mülder, aber auch über das Tor. In der 22. Minute machte es Kevin Kari besser. Nach einer Balleroberung von Ole Schepergerdes und dem Pass von Ole Volkmer zog Kari mit Tempo in Richtung Tor und schob den Ball am Keeper vorbei zum 1:0 ins Netz.
Auf der Gegenseite traf Papenburgs Kapitän Ole Eucken per Kopf, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits (27.). Neun Minuten später rückte eine Verletzung in den Mittelpunkt: Bei einem Zweikampf kugelte sich Gästespieler Baran Saracoglu die Schulter aus. Die Partie war längere Zeit unterbrochen, Saracoglu musste ins Krankenhaus.
Stolle erhöht vom Punkt
Nach Wiederaufnahme bot sich Wildeshausen kurz vor der Pause die Chance, die Führung auszubauen. Stöver schob nach einem zunächst parierten Schuss den Abpraller ins Tor. Doch der Schiedsrichter hatte Einwände: Kevin Kari soll zuvor einen Papenburger Spieler geblockt haben. Der vermeintliche Treffer zum 2:0 zählte nicht. Doch die Bragula-Elf ließ sich davon nicht entmutigen. In der Nachspielzeit wurde Stöver im Strafraum gefoult, Kapitän Christoph Stolle verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:0 (45.+3). Mit dem aberkannten Treffer hätte der VfL zur Pause sogar 3:0 geführt. „Wenn es zur Halbzeit 3:0 steht, wird es schwierig für Papenburg“, merkte Bragula an, der die Entscheidung dennoch akzeptierte. „Das war die beste erste Halbzeit, die wir in dieser Saison gespielt haben“, lobte er.
Fünf Minuten kosten den Sieg
Doch nach dem Seitenwechsel geriet der VfL aus dem Rhythmus. Papenburg ließ den Ball geduldig laufen, gewann zunehmend die Kontrolle im Zentrum und drängte Wildeshausen zurück. In der 54. Minute verkürzte Mathis Antoni nach einem Pass von Eucken auf 1:2. Dabei war der VfL in Unterzahl, weil Luke Berger außerhalb des Platzes behandelt wurde. Die Führung war dahin, noch bevor sich die Gastgeber wieder sortieren konnten: Nur fünf Minuten später bereitete Eucken auch den Ausgleich vor. Der kurz zuvor eingewechselte Keno Buß startete in die Tiefe und schob den Ball an David Wehrenberg vorbei zum 2:2 ins Netz.
Wildeshausen rettet den Punkt
Papenburg wollte nun mehr, doch David Wehrenberg hielt Wildeshausen im Spiel. In der 80. Minute musste der VfL noch einmal eine heikle Situation überstehen: Nach einem Rückpass von Dominik Soremba, den Wehrenberg aufnahm, bekamen die Gäste einen indirekten Freistoß von der Fünfmeterlinie zugesprochen. Die Wildeshauser blockten den Versuch und retteten damit zumindest den einen Punkt.
„Vor dem Spiel hätten, glaube ich, alle sofort das 2:2 unterschrieben“, sagte Kapitän Stolle. Natürlich sei es ärgerlich, eine 2:0-Führung noch aus der Hand zu geben. Insgesamt überwiege aber die Freude über das Remis gegen einen starken Gegner. Auch Bragula bewertete das Unentschieden angesichts der unterschiedlichen Halbzeiten als gerecht.
Stenogramm
VfL Wildeshausen – SC Blau-Weiß 94 Papenburg 2:2 (2:0) - VfL Wildeshausen: D. Wehrenberg - Bolling, Cordes, Stöver (81. Oynak), Kari (90. Altscher), Volkmer (77. J. Wehrenberg), Schepergerdes (74. Kant), Soremba (86. Pleus), Stolle, Leuschner, Berger - SC BW 94 Papenburg: Mülder - Saracoglu (42. Til), Kaput, Marx, Antoni, Eucken, Kowalczyk (52. Kremer), Papen, Hensema (52. Buß), Koets, Cordes - Tore: 1:0 (22.) Kari, 2:0 (45.+3) Stolle (Foulelfmeter), 1:2 (54.) Antoni, 2:2 (59.) Buß - Schiedsrichter: Kevin-Noah Traemann (TuS Sudweyhe).