Gefängnismitarbeiterin in Burgdorf wegen gefälschter Kennzeichen verurteilt

Publiziert22. Juli 2026, 18:11

Burgdorf BEGefängnismitarbeiterin bastelt Kennzeichen – verurteilt

Eine Frau montierte in einem Parkhaus in Burgdorf BE laminierte Fake-Kontrollschilder an ihr Auto. Das Bundesgericht bestätigt nun ihre Verurteilung.

Fabienne Gnos

Darum gehts

  • Am Auto einer Gefängnismitarbeiterin aus Burgdorf BE waren laminierte Fake-Kontrollschilder angebracht.
  • Das Bundesgericht bestätigt ihre Verurteilung: Sie muss eine bedingte Geldstrafe von 1920 Franken zahlen.
  • Die gefälschten Zahlen stammten von echten Kontrollschildern, die auf ihren Vater eingelöst waren.

Ein Polizist machte in einem Parkhaus in Burgdorf BE im Februar 2023 plötzlich eine aussergewöhnliche Entdeckung: An einem dort parkierten Auto waren keine normalen Kennzeichenschilder angebracht, sondern zwei realitätsnah schattierte und sorgfältig laminierte Ausdrucke, wie die «Berner Zeitung» berichtet.

Da die Halterin des Fahrzeuges Dauermieterin des Parkhauses war, stellte der Polizist eine Ordnungsbusse in der Höhe von 140 Franken aus. Daraus entstand ein Rechtsstreit, der nun laut «Blue News» durch ein Urteil des Bundesgerichts beendet wurde.

Nach Erhalt des Strafbefehls, wehrte sie sich

Die Frau parkierte ihr Auto im Parkhaus, in dem neben der Staatsanwaltschaft auch die Kantonspolizei, das Regionalgericht und ein Gefängnis untergebracht sind. Die Frau arbeitete in ebendiesem Gefängnis.

Nachdem die Frau einen Strafbefehl wegen «Missbrauchs von Ausweisen und Schildern durch das Herstellen falscher Kontrollschilder zur Verwendung» erhalten hatte, focht sie den Entscheid an und zog den Fall schliesslich bis vor Bundesgericht.

Saftige Geldstrafe für die Gefängnismitarbeiterin

Beim Parkhaus sei sie von einem nicht öffentlichen Raum ausgegangen und habe gedacht, der Parkplatz sei aufgrund der Dauermiete ihr eigener Platz. Doch dem war nicht so: Das Parkhaus ist öffentlich zugänglich und wird auch entsprechend deklariert. Die Frau muss eine bedingte Geldstrafe von 1920 Franken zahlen. Hinzu kommen Verfahrenskosten.

Zudem waren die Nummern auf den selbst gebastelten Kennzeichenschildern nicht frei erfunden: Sie waren Teil der echten Kontrollschilder, die auf den Vater der Frau eingelöst waren. Warum die Frau die falschen Nummernschilder anfertigte, konnte das Gericht nicht abschliessend klären.

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Fabienne Gnos

Fabienne Gnos (fgn), Jahrgang 2002, arbeitet seit Februar 2026 bei 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Bern.

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