Der Gesundheitszustand des seit Tagen im Krankenhaus behandelten (mehr hier) norwegischen Königs Harald V. hat sich nach Palastangaben verschlechtert. Der 89-Jährige werde wegen einer bakteriellen Blutinfektion mit Antibiotika behandelt, erklärte das Königshaus in Oslo am Sonntagabend. Er habe auf diese Behandlung angesprochen; die Situation wurde in der Mitteilung als stabil beschrieben.
Der an einer Form von Blutarmut leidende Monarch war am Montag ins Rikshospitalet in der norwegischen Hauptstadt eingewiesen worden. Mitglieder der königlichen Familie, darunter Kronprinz Haakon und dessen Frau Mette-Marit, hatten den König in den vergangenen Tagen im Krankenhaus besucht.
Am Sonntag besuchten Haralds Frau Königin Sonja, Haakon, Mette-Marit sowie die Enkelin und die Schwester des 89-Jährigen diesen am Krankenbett, wie die Zeitung »Verdens Gang« meldete. Der Palast hatte zuvor einen für Anfang September geplanten Termin des Regenten abgesagt, nachdem dieser zuvor bereits für zwei Wochen krankgeschrieben worden war.
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Harald V. ist seit 1991 König von Norwegen und der älteste lebende Monarch Europas. Das norwegische Staatsoberhaupt hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Eine Abdankung lehnte er jedoch stets ab und verwies darauf, dass er vor dem Parlament einen Eid auf Lebenszeit geschworen habe. In Krankheitsfällen vertritt ihn sein Sohn, der 50-jährige Kronprinz Haakon.
Auch Schwiegertochter Mette-Marit hat gesundheitliche Probleme
Harald V. leidet an einer hämolytischen Anämie, einer Form der Blutarmut. Dabei werden die roten Blutkörperchen zu schnell abgebaut, Betroffene leiden unter Müdigkeit, Blässe und Atemnot. Ins Krankenhaus musste er wegen Komplikationen in Folge einer Kortisonbehandlung seiner Erkrankung.
Erst Mitte Juli war die Schwiegertochter des Königs, Kronprinzessin Mette-Marit, nach einer Lungentransplantation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bei ihr war 2018 eine seltene Form der Lungenfibrose diagnostiziert worden. Die unheilbare Krankheit führt zu einer Vernarbung des Lungengewebes und dadurch zu Atemnot.