Großeinsatz in Steinbüchel: Wohnhaus in Leverkusen nach Asbest-Alarm geräumt

Großeinsatz in Steinbüchel Wohnhaus in Leverkusen nach Asbest-Alarm geräumt

01.09.2026 · 21:07 Uhr

Vor dem betroffenen Haus baute die Feuerwehr ein Zelt auf, unter dem die Einsatzkräfte in ihren Schutzanzügen abgespritzt wurden.

Vor dem betroffenen Haus baute die Feuerwehr ein Zelt auf, unter dem die Einsatzkräfte in ihren Schutzanzügen abgespritzt wurden.

Foto: Uwe Miserius

Leverkusen · In einem achtgeschossigen Haus an der Käthe-Kollwitz-Straße im Leverkusener Stadtteil Steinbüchel ist am Dienstag bei Renovierungsarbeiten Asbeststaub freigesetzt worden. Stadt und Feuerwehr betreuen rund 45 Bewohner, die vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen.

Riesige Aufregung am späten Dienstagabend in einem Mehrfamilienhaus im Leverkusener Stadtteil Steinbüchel. Nachdem es bei Sanierungsarbeiten in dem achtgeschossigen Gebäude an der Käthe-Kollwitz-Straße zu einer Asbestbelastung durch aufgewirbelten Staub gekommen ist, ist das Gebäude, in dem nach Angaben der Stadt Leverkusen rund 45 Personen gemeldet sind, am Abend vorsorglich geräumt worden.

„Die Bewohnerinnen und Bewohner können erst zurückkehren, wenn die betroffenen Bereiche fachgerecht gereinigt und anschließend freigemessen wurden“, hieß es später vonseiten der Stadt, bei der nach Angaben einer Rathaus-Sprecherin ein Krisenstab eingerichtet worden ist. Am Dienstagabend waren nach wie vor Mitarbeiter der zuständigen Fachbereiche Umwelt, Soziales sowie als Unterstützung der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt im Einsatz sowie vor Ort und koordinierten gemeinsam mit der Feuerwehr Leverkusen die weiteren Maßnahmen.

Das betroffene achtstöckige Wohnhaus musste vollständig evakuiert werden.

Das betroffene achtstöckige Wohnhaus musste vollständig evakuiert werden.

Foto: Uwe Miserius

Die Feuerwehr unterstützte die von der Räumung des Gebäudes betroffenen Personen mit Ersatzkleidung. Für die vorübergehende Unterbringung stand ein Bus der Wupsi zur Verfügung. Als Aufenthaltsmöglichkeit wurde unter anderem die nahe gelegene Käthe-Kollwitz-Schule eingerichtet, sodass auch besonders schutzbedürftige Personen, darunter Kinder und gehbehinderte Menschen, entsprechend betreut werden konnten.

Der mit Asbest kontaminierte Bauschutt muss gesondert entsorgt werden.

Der mit Asbest kontaminierte Bauschutt muss gesondert entsorgt werden.

Foto: Uwe Miserius

Parallel hatte die Feuerwehr vor dem Haus ein Zelt aufgebaut, unter dem die in dunkelgrünen Schutzanzügen bekleideten Einsatzkräfte nach dem Einsatz in dem Gebäude abgespritzt wurden, während die Säcke mit dem kontaminierten Bauschutt separat bis zu ihrem Abtransport in sicherer Entfernung zwischengelagert wurden.

Augenzeugenberichten zufolge war darüber hinaus auch die Heinrich-Lübke-Straße vollständig für den Verkehr gesperrt worden. Wie lange der Einsatz andauern wird, war gegen 20.30 Uhr noch nicht absehbar. „Die Lage ist derzeit eingegrenzt und überschaubar“, hieß es aber seitens der Leverkusener Stadtverwaltung. Weitere Informationen sollten „spätestens im Laufe des morgigen Mittwochs bekannt gegeben werden“, sagte die Sprecherin der Stadt auf Anfrage unserer Redaktion.

  • Zur Startseite

  • Leverkusen

  • Städte

  • NRW

  • Verkehr NRW

Meistgelesen

Mehr zum Thema

Aktuell wichtig