Großeinsatz in Tirol: Wandergruppe mit Kindern und Babys in Kinderwägen strandet auf über 2000 Metern

Großeinsatz in Tirol: Drei Großfamilien mit Kleinkindern in Kinderwagen stranden auf über 2000 Metern

Stand: 10.08.2026, 18:29 Uhr

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Eine Wandertour in Sölden in Tirol endete in einer dramatischen Rettungsaktion. 36 Menschen, darunter auch Babys, waren in eine alpine Notlage geraten.

Sölden – Im Ötztal in den Tiroler Alpen rückten Einsatzkräfte der Bergwacht zu einem ungewöhnlichen Notfall aus. Der Sonntagsausflug von drei Familien am Sonnberg in Sölden forderte die Bergretter heraus. Eine 36-köpfige Gruppe mit mehreren Kindern, auch Babys in Kinderwagen, saß in 2325 Metern Höhe fest.

Tragödie in Tirol: 64-jähriger Snowboarder aus Deutschland stirbt nach Kollision mit Skifahrer (16) auf der Piste (Symbolfoto).

Alpine Notlage in Tirol: 36-köpfige Gruppe setzt Notruf a (Symbolfoto). ©  Michael Kri/imago

Die drei Familien – laut der österreichischen Polizei „bestehend aus Erwachsenen, Jugendlichen sowie mehreren Kleinkindern“ – waren kurzfristig von der Bergstation der Wildspitzbahn im Sölder Ortsteil Vent in nordöstliche Richtung aufgebrochen. Doch die Wanderung der Großfamilien verlief anders als erwartet.

36-köpfige Wandergruppe in Tirol aus Bergnot gerettet – auch Babys und Kinder dabei

Mehrfach geriet die Gruppe in unwegsames Gelände und kam teilweise vom markierten Weg ab, so die Polizei. Gegen 17:15 Uhr wählten dann zwei Mitglieder der Gruppe den Notruf. Die Familien aus Österreich, den USA, Belgien und Großbritannien, steckten im alpinen Gelände fest. Vor wenigen Tagen hingegen waren mehrere Wanderer am Parkplatz im Tal eingeschlossen.

Die Bergrettung Sölden leitete eine Rettungsaktion ein. Zwei Hubschrauber unterstützten die dutzenden Einsatzkräfte. 14 Personen wurden mittels Taubergung durch die Hubschrauber gerettet. Der Rest wurde zu Fuß ins Tal begleitet. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.

„Das ist sicher nicht alltäglich“, sagte Ortsstellenleiter Franz Josef Fiegl zur Tiroler Tageszeitung. Ob es aufgrund des großen Rettungseinsatzes rechtliche Konsequenzen für die Betroffenen gibt, ist laut der Tiroler Tageszeitung noch offen und werde geprüft. Eine solche Rechnung kann saftig ausfallen. So lehnten schon Wanderer eine „Helirettung“ ausdrücklich ab.

Nachdem zwei Deutsche vom Großglockner mit dem Hubschrauber gerettet worden waren, erklärte ein Polizeisprecher die Rechtslage in Österreich. Auch bei leichtsinnigen Urlaubern aus Deutschland überprüfte die Polizei deswegen schon eine Verrechnung der Einsatzkosten. (Quellen: Polizei Österreich, Tiroler Tageszeitung) (ml)