Stand: 18.08.2026, 14:01 Uhr
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Die Stadt Syke investiert 4,7 Millionen Euro in die Sanierung der 50 Jahre alten Grundschule am Lindhof. Im letzten Bauabschnitt werden jetzt Decken, Lüftung und Elektrik im Forum und im Verwaltungstrakt erneuert.
Syke – Auf gutem Weg zum Lernort der Zukunft: Die Grundschule am Lindhof in Syke befindet sich auf der Zielgeraden ihrer umfassenden Sanierung. Insgesamt investiert die Stadt rund 4,7 Millionen Euro in die Modernisierung des inzwischen 50 Jahre alten Gebäudes. Mit Beginn des neuen Schuljahres startet nun der letzte große Bauabschnitt: Forum und Verwaltungstrakt werden grundlegend erneuert.
Bei einem Ortstermin gewähren Bürgermeisterin Suse Laue, Schulleiterin Tina Lehmann und Bauamtsmitarbeiter Christian Gill Einblicke in die laufenden Arbeiten. Schon beim Rundgang wird deutlich: Hier geht es längst nicht mehr nur um neue Böden, Leitungen und Wände. Die Sanierung soll zugleich die Grundlage für ein fortschrittliches pädagogisches Konzept schaffen.
Jedes Jahr haben wir ein bisschen dazugelernt und uns weiterentwickelt.
„Wir sanieren nicht nur das Gebäude, wir schaffen zugleich die Grundlage für neues Lernen“, betont Bürgermeisterin Suse Laue und weist auf das moderne Konzept hin. Vieles davon sei eng mit den Ideen der Schule entwickelt worden. Die Planungen wurden mehrfach angepasst, um neue pädagogische Anforderungen zu berücksichtigen.
Während die Jahrgänge eins bis vier bereits nach und nach modernisiert wurden, stehen nun die zentralen Bereiche der Schule an. Im Forum, dem „Herzstück“ der Einrichtung, sind die Arbeiten bereits in vollem Gange – meist unbemerkt für die Schüler und Lehrer. Denn der Bereich ist hinter Schall- und Staubschutzwänden verschwunden. In diesem Schuljahr muss die Schule aus diesem Grund auch auf das heißgeliebte Forum verzichten.
Aus guten Gründen: Decken, Lüftung und Elektrik wurden entfernt, der Boden wird komplett erneuert. Auch beim Brandschutz sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Unter anderem entsteht ein weiterer Notausgang, damit der Musikraum künftig wieder uneingeschränkt genutzt werden kann.

„Der Rohbau bleibt stehen und der Rest wird erneuert“, fasst Christian Gill die Arbeiten zusammen. Gleichzeitig müsse der Schulbetrieb während der gesamten Bauphase weiterlaufen. Dass dies bislang so gut gelungen sei, sei nicht selbstverständlich. „Ein großes Lob an die Schule“, so der Bauamtsmitarbeiter.
Dieses Lob gibt Schulleiterin Tina Lehmann direkt zurück. Zwar habe es in den vergangenen vier Jahren immer wieder Umzüge, Einschränkungen und organisatorische Herausforderungen gegeben. „Aber wir haben nicht unter Lärmbelästigung gelitten“, sagt sie. Beeindruckend sei vor allem, was hinter den Wänden geschehe, ohne dass der Unterricht massiv beeinträchtigt werde.
Besonders stolz ist Lehmann auf die Entwicklung des pädagogischen Konzepts parallel zur Sanierung. Moderne Lernlandschaften, flexible Möbel auf Rollen und große Glaselemente sollen künftig mehr Offenheit und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten ermöglichen. Unterstützt wird dies durch Mittel aus dem Startchancenprogramm. Gefördert werden beispielsweise mobile Raumlösungen, spezielle Türen für offene Lernbereiche und multifunktionale Möbel.
Jedes Jahr haben wir ein bisschen dazugelernt und uns weiterentwickelt.
„Jedes Jahr haben wir ein bisschen dazugelernt und uns weiterentwickelt“, erzählt Lehmann. Ziel sei es, die Schule lebendiger zu machen und die vorhandenen Räume flexibler zu nutzen. Die neuen Glasflächen sorgen dabei nicht nur für mehr Transparenz, sondern auch für deutlich mehr Licht. Viele ehemalige Schüler und Besucher hätten die Veränderung beim Jubiläum kaum wiedererkannt. „Das war ein Kellerloch“, hätten manche gesagt.
Gleichzeitig setzt die Schule bewusst auf eine zurückhaltende Gestaltung. Während manche Besucher mehr Farbe erwarten, sieht Lehmann die ruhige Umgebung als Vorteil. „Die Kinder sind ganz bunt“, sagt sie schmunzelnd. „Und alles, was wir hier reinbringen, ist bunt. Da brauchen wir eine ruhige Umgebung.“
Auch die lange Tradition der Schule bleibt dabei sichtbar. So bleiben die robusten Flötotto-Garderoben erhalten. Eine Neuanschaffung wäre nicht nur teuer, sondern aus Sicht der Schulleiterin auch unnötig. „Die werden uns überleben“, meint Lehmann mit Blick auf die massiven Möbelstücke.
Finanziell im ursprünglich geplanten Rahmen – „noch“
Finanziell bewegt sich das Projekt bislang weiterhin im ursprünglich geplanten Rahmen. Eine Entwicklung, die angesichts steigender Baukosten keineswegs selbstverständlich ist. „Noch ja“, antwortet Christian Gill auf die Frage, ob die Sanierung im Budget liege. Ein Grund dafür seien die beteiligten Firmen, die die Schule inzwischen gut kennen und die Abläufe eingespielt hätten.
Bis Forum und Verwaltungstrakt fertiggestellt sind, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Mindestens bis zum Ende des Schuljahres werden die Arbeiten andauern. Danach soll die Grundschule am Lindhof nicht nur technisch auf dem neuesten Stand sein, sondern auch die räumlichen Voraussetzungen für modernes Lernen bieten. Oder, wie Bürgermeisterin Laue es formuliert: „Das kann man sich sonst nicht leisten. Hier greift wirklich alles Hand in Hand.“