Harmlose Löwen werden Mannheim nicht gefährlich

Stand: 23.10.2026, 22:09 Uhr

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Das 0:2 kann auch Adam Scheel nicht verhindern.

Das 0:2 kann auch Adam Scheel nicht verhindern. © IMAGO/Udo Herrmann

Die Löwen Frankfurt verlieren das DEL-Derby in der SAP-Arena mit 0:3. Ein aberkanntes Tor sorgt für etwas Aufregung.

Mannheim – Da konnte auch Adam Scheel nichts mehr machen. Wie im Eishockey bei letzten Ausgleichsbemühungen üblich, hatten die Löwen Frankfurt ihren starken Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers auf die Bank beordert, und Lukas Kälble traf für die Adler Mannheim ins verwaiste Tor der Gäste in der mit 13.600 Zuschauern gefüllten SAP-Arena. Das war es für diesen Freitagabend, die Löwen verloren ein diesmal gar nicht so heißes DEL-Derby 0:3 (0:1, 0:1, 0:1), an ihren vielen mitgereisten, stimmungsvollen Fans lag es nicht.

„Wir sind zu lange hinterhergelaufen“, meinte der junge Verteidiger Fabio Kose bei Magenta-Sport. Die Seinen verteidigten ordentlich, und notfalls hielt ihr Goalie Scheel, was er halten konnte, als wieder bester Löwe. Gegen die Tore von Brooks Macek (9.) und Patrick Brown im Powerplay (27.) war indes nichts zu retten. Und weil die Frankfurter, für die es am Sonntag (14 Uhr) daheim gegen Wolfsburg weitergeht, vorn viel zu harmlos waren, wurden sie den favorisierten Mannheimer Meisterschaftsanwärtern nicht wirklich gefährlich.

„Wir schießen zu wenig, wir müssen mehr Schüsse aufs Tor bringen“, wusste Kose. Einmal zappelte der Puck doch im Adler-Netz, Robin van Calster hatte kurz vor Ende des zweiten Drittels abgezogen. Doch die Schiedsrichter verweigerten dem Treffer die Anerkennung, weil Löwen-Stürmer Ty Glover den Mannheimer Goalie Jake Hildebrand behindert haben sollte – eine umstrittene Entscheidung, da Glover schon ein wenig in Hildebrand, den über Berlin nach Mannheim weitergezogenen Frankfurter Aufstiegshelden von 2022, hineingeschoben worden war.

Da hatte es noch einmal spannend werden können. Es kam nicht dazu, und es kam auch kein Frankfurter Schuss aufs Mannheimer Tor in den ersten acht Minuten des letzten Drittels, das war bezeichnend. Und alles in allem zu wenig für eine Löwen-Party in der erweiterten Nachbarschaft.