Helm klemmt im Startbeutel: Andreas Lenz verliert wichtige Minuten – und wird trotzdem Zehnter

Stand: 30.08.2026, 13:50 Uhr

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Erfolgreiches Team: (v.l.) Markus Appel, Tom Gerischer, Michaela Köster, Andreas Lenz, Katja Kronschnabl, Stefan Hütter und Wolfgang Gottfried in Leipzig.

Erfolgreiches Team: (v.l.) Markus Appel, Tom Gerischer, Michaela Köster, Andreas Lenz, Katja Kronschnabl, Stefan Hütter und Wolfgang Gottfried in Leipzig. © Privat

Andreas Lenz vom Medius Schachenmeier Bike Base-Team wird beim Ironman 70.3 in Leipzig Zweiter seiner Altersklasse. Auch seine Teamkollegen holen gute Platzierungen.

Miesbach – Nur eine Woche nach dem zweiten Rang beim Inferno-Triathlon in der Schweiz hat Andreas Lenz vom Medius Schachenmeier Bike Base-Team einmal mehr seine Klasse unter Beweis gestellt. Beim Ironman 70.3 in Leipzig wurde der Miesbacher Zehnter der Gesamtwertung und Zweiter in seiner Altersklasse. Jedoch können sich die Ergebnisse des gesamten Teams mehr als sehen lassen.

„Ich hab’ mich ganz gut erholt nach dem Inferno-Lauf“, erinnert sich Lenz. Dass er die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen unter der magischen Zeit von vier Stunden schafft, hatte er sich erst gar nicht zum Ziel gesetzt. „Dafür war der Radkurs zu anspruchsvoll.“ Die Strecke durchs Leipziger Neuseenland präsentierte sich flach, aber schmal, mit einigen Kurven und unrhythmischen Passagen.

Doch bis Lenz endlich im Sattel saß, hatte er nach einem guten Schwimmen noch eine Nervenprobe zu bestehen: In der Wechselzone brachte er partout nicht den Helm aus seinem Startbeutel. „Dann hab’ ich erstmal das Visier runtergebaut“, erinnert er sich und muss lachen. Wertvolle Minuten verstrichen. Aber er behielt die Nerven. „Ich hab’ dann versucht, auf der Radstrecke nicht zu überpacen. Aber es war super entspannt.“

So entspannt, dass der 34-Jährige während des Radfahrens sogar über mögliche Taktiken und Zeiten auf der Laufstrecke sinnieren konnte. „Eine 1:20, das wäre schon eine coole Zeit“, dachte sich Lenz. Aber: Einen guten Triathleten erkenne man daran, wie er sein Leistungsvermögen einteilen kann. Und so ging er auch ganz locker den abschließenden Halbmarathon an.

„Es lief echt ganz gut“, stellte er fast schon überrascht fest und erhöhte in der letzten von drei Laufrunden nochmal das Tempo. Am Ende stand mit 1:17 Stunden nicht nur eine bessere Zeit als zuvor auf dem Sattel erhofft, sondern auch seine zweitschnellste Halbmarathon-Zeit überhaupt zu Buche – und das bei einem Triathlon. „Da kann man sich nicht beschweren.“ Im Ziel war Lenz sogar nur drei Minuten und 48 Sekunden über der magischen Vier-Stunden-Grenze.

Auch seine Freundin Michaela Köster war mehr als zufrieden mit ihrem Abschneiden. Dabei hatte die Gmunderin am Morgen noch den Radcomputer im Hotel vergessen. „Ich bin dann einfach nach Gefühl gefahren“, erzählt sie. Vielleicht war das gar keine schlechte Taktik, denn auch sie absolvierte Schwimmen und Radfahren mit guten Zeiten, ehe sie beim Laufen noch eins drauflegte. „Ich hab’ gleich gemerkt, dass es gut geht.“ Die vielen Zuschauer entlang der Strecke hätten sie zusätzlich gepusht, sodass am Ende mit 1:35:43 Stunden die fünftbeste Laufzeit in ihrer Altersklasse (30 bis 34) herauskam. „Da bin ich schon stolz.“ Mit einer Gesamtzeit von 4:58:28 Stunden wurde Köster 13. in ihrer Altersklasse und 55. bei den Frauen insgesamt.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete sich Stefan Hütter aus Leipzig. Mit 4:54:48 Stunden wurde er Fünfter in seiner Altersklasse (60 bis 64), verbuchte aber auf dem Rad die mit Abstand beste Zeit (2:16:23). Seine Frau Katja Kronschnabl jedoch musste nach drei Platten aufgeben. Tom Gerischer (4:28:35, 21. in der AK 40 bis 44), Michael Pohrebniak (4:24:06, Zehnter in der AK 25 bis 29), Wolfgang Göttfried (5:15:43, 21. AK 60 bis 64) und Markus Appel (30:06 Minuten Schwimmzeit, DNF aufgrund von Vorverletzung) rundeten das erfolgreiche Abschneiden des Teams in Leipzig ab.