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Angesichts des anhaltenden Niedrigwassers auf dem Rhein hat der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Christoph Ploß (CDU), einen schnelleren Ausbau der Wasserstraßen gefordert. „Das Niedrigwasser darf nicht zum Bremsklotz für die deutsche Volkswirtschaft werden! Wir brauchen daher den Bau-Turbo für den Nieder- und Mittelrhein, den die Bundesregierung bereits beschlossen hat“, sagte Ploß unserer Redaktion.
Hintergrund sind außergewöhnlich niedrige Pegelstände auf zahlreichen Flüssen infolge der anhaltenden Trockenheit. Für den Rhein in Düsseldorf wird am Samstag nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ein Pegel von nur noch 21 Zentimetern erwartet – zwei Zentimeter weniger als beim bisherigen Tiefststand aus dem Jahr 2018. Wegen des Niedrigwassers können Binnenschiffe ihre Ladung nur eingeschränkt transportieren. Das erhöht die Transportkosten und belastet vor allem Industriebranchen, die auf Massenguttransporte angewiesen sind.
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Ploß verwies darauf, dass die Bundesregierung mit dem Haushaltsentwurf auch zusätzliche Mittel für die Wasserstraßen vorgesehen habe. „Außerdem müssen auch in Zukunft ausreichend Finanzmittel für die deutschen Wasserstraßen bereitgestellt werden. Die Bundesregierung hat auch dies mit dem neuen Haushaltsentwurf beschlossen“, sagte der CDU-Politiker.

Christoph Ploß (CDU) ist Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus.© Soeren Stache/dpa | Soeren Stache
Zugleich hob der Maritime Koordinator die Bedeutung der Wasserwege für den Wirtschaftsstandort Deutschland hervor. „Denn der deutsche Industriestandort hängt von starken, leistungsfähigen Wasserstraßen ab.“
Auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hatte angesichts des Niedrigwassers ein „Klima-Fitnessprogramm“ für Deutschlands Wasserstraßen gefordert. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) warnte, der Rhein sei nicht nur „Lebensader“, sondern auch einer der wichtigsten Handelswege Deutschlands.