Stand: 06.09.2026, 21:00 Uhr
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Die Bevölkerung in Hessen wird im Durchschnitt seit fast 30 Jahren kontinuierlich älter. In einigen Gemeinden ist der Anteil an Rentenempfängern besonders hoch.
Kassel – Seit Jahren ist der demografische Wandel ein großes Thema. Immer mehr Senioren, immer weniger Kinder. „Die natürliche Bevölkerungsentwicklung ist seit 1998 negativ, das heißt es sterben jedes Jahr mehr Menschen als geboren werden“, teilt das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung mit.
Die Entscheidung für Nachwuchs ist bei vielen Erwachsenen mittlerweile weit mehr als ein Produkt der Liebe. Persönliche Lebensplanungen, finanzielle Bedenken, Ängste und Sorgen um die Zukunft – all das spielt für viele Erwachsene eine wichtige Rolle.
Trend nimmt Fahrt auf
Noch nie brauchten so viele Menschen in Hessen Grundsicherung
Rentneranteil an der Bevölkerung im Vogelsbergkreis besonders hoch
Gleichzeitig zieht es junge Familien eher in die Großstädte und deren Ballungsräume. Jobs, Infrastruktur und gesellschaftliches Angebot werden dem Leben im ländlichen Gebiet vorgezogen. Dort wird die Bevölkerung immer älter. All das lässt sich auch in Hessen ablesen. Das Statistische Landesamt in Wiesbaden veröffentlichte aktuelle Daten zur „Anzahl der Empfängerinnen und Empfänger von Renten mit Wohnsitz in Hessen“.
Im Verhältnis zur Einwohnerzahl zeigt sich dort ein klares Bild. Unter den 30 Gemeinden mit dem höchsten Anteil an Rentnern finden sich nur zwei südhessische Gemeinden. Der überwiegende Teil liegt in Nord- und Osthessen. Nur drei der Gemeinden haben zudem mehr als 5000 Einwohner. Die Zahlen zeigen deutlich: Dort, wo ohnehin schon wenige Menschen leben, wird die Bevölkerung immer älter und schrumpft dadurch immer weiter.
Die Zahlen zu Rentenbezügen beziehen sich auf das Jahr 2025, die Bevölkerungszahlen auf den Stichtag 31.12.2025, jeweils herausgegeben durch das Statistische Landesamt. Der Vogelsbergkreis dominiert die Rangliste mit acht Gemeinden unter den Top 30 – gefolgt vom Werra-Meißner-Kreis (sechs Gemeinden) und Hersfeld-Rotenburg (vier Gemeinden).

Studentenstädte mit geringster Quote beim Rentneranteil
Im Gegensatz dazu sind Gießen (17,6 Prozent) und Marburg (19,8 Prozent) die beiden hessischen Städte mit der geringsten Quote an Rentengeldbeziehenden im Vergleich zur Einwohnerzahl – bei den überregional als Studierendenhochburgen bekannten Städten keine Überraschung. Auf Rang drei liegt mit Kelsterbach (19,9 Prozent) eine Gemeinde, die in direkter Nachbarschaft zum Flughafen Frankfurt liegt.
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Um dem demografischen Wandel zu begegnen, bündelt die Hessische Landesregierung in den Bereichen regionale Infrastruktur, Kinder und Familien, Arbeitswelt und älter werdende Gesellschaft mehrere Maßnahmenpakte.