Brendan Fraser zählte zu den größten Leinwandstars, der dafür bekannt war, viele Stunts selbst zu machen. Doch die Jahre der harten Action-Einlagen forderten ihren Tribut. Das merkte Fraser beim Dreh eines Abenteuer-Blockbusters ganz besonders.
In den vergangenen Jahren konnte sich Brendan Fraser gegen die Erwartung vieler und in reifem Alter von über 50 Jahren als ernstzunehmender Charakterdarsteller etablieren. Hauptverantwortlich dafür war der Oscar-Triumph für seine denkwürdige Leistung in Darren Aronofskys Drama „The Whale“ (2022). Es war seine erste Hauptrolle in einer größeren Studioproduktion seit zwölf Jahren.
Die Hauptgründe für Frasers Rückzug von der großen Hollywood-Bühne ab etwa 2010 waren persönliche Schicksalsschläge, Depressionen und immense physische Beeinträchtigungen. Letztgenannte sind auch auf einen Film zurückzuführen, dessen Stunts den Hollywood-Star im Jahr 2007 an seine absoluten körperlichen Grenzen brachten.
Dieses Action-Abenteuer gab Frasers Körper den Rest
In jenem Jahr drehte der Schauspieler unter der Ägide von Regisseur Rob Cohen („The Fast And The Furious“) das Action-Abenteuer „Das Grabmal des Drachenkaisers“. Der dritte Teil der Blockbuster-Reihe setzte die Vorgänger „Die Mumie“ (1999) und „Die Mumie kehrt zurück“ von 2001 fort. Alle drei Produktionen waren enorme Box-Office-Hits und spülten jeweils über 400 Millionen Dollar in die Kassen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Filmen erwies sich „Die Mumie 3“ aber als astreiner Kritikerflop (mit 1,5 Sternen bei uns und lediglich 13 Prozent positiven Kritiken auf Rotten Tomatoes).
Der Film blieb für Fraser aber noch aus einem anderen Grund in denkbar schlechter Erinnerung. Seine körperliche Verfassung war während der Dreharbeiten in Kanada und China auf einem Tiefpunkt angelangt. Wie er 2018 in einem Interview mit der Zeitschrift GQ sagte, musste er vor jedem Drehtag regelrecht präpariert werden:
„Ich habe mir ein Exoskelett aus Eisbeuteln und Sporttape gebaut. Ich wurde praktisch nur noch von diesen Bändern und Eis zusammengehalten. Ich habe mir jeden Tag diese Eisbeutel unter die Kleidung gesteckt.“
Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bei Fraser seit den späten 1990er-Jahren bereits viele Verletzungen und Leiden angehäuft. Die beim Drehstart von „Die Mumie 3“ bestehenden Bandscheiben- und Knieprobleme gingen auf die zahlreichen und - im wahrsten Sinne - halsbrecherischen Actionszenen zurück, die Fraser in den Jahren davor häufig selbst gedreht hatte.
Die speziellen Tapes und Bandagen, die er beim Dreh 2007 trug, sollten die Schwellungen, Verspannungen und chronische Entzündungen reduzieren. Denn: Er wollte auch bei diesem „Mumie“-Teil wieder etliche Stunts selbst machen. Darunter Stürze, intensive Nahkampfszenen (u.a. gegen Martial-Arts-Ass Jet Li) sowie heftige Explosionssequenzen. Die Folgen dieser Entscheidung waren fatal.
Wie bitte?! Gerade einmal 7,50 Dollar (!) machten einen der spektakulärsten "Fast & Furious"-Stunts möglich
Aufgrund seiner ohnehin vorgeschädigten Wirbelsäule und Gelenke in Verbindung mit den Stunts beim dritten „Mumie“-Film, die die Beschwerden nochmals verstärkten, begann eine siebenjährige Leidenszeit. Es war der Startschuss für eine Odyssee aus chirurgischen Eingriffen (u.a. Knieersatz, Wirbelsäulen-OP), Klinikaufenthalten und Rehamaßnahmen.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, welcher Film trotz Brendan Fraser und einer weiteren Hollywood-Größe auf dem Müll landete (und warum), dann lest direkt im folgenden Artikel weiter:
20 Millionen Dollar für nichts: Dieser Fantasy-Film landete trotz Brendan Fraser und einer absoluten Hollywood-Ikone auf dem Müll!