Infantino bekommt bei FIFA-Wahl plötzlich prominenten Herausforderer
Stand: 31.07.2026, 22:43 Uhr
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Gianni Infantino drohte bei der FIFA-Wahl erneut ohne Gegenkandidaten anzutreten. Nun bahnt sich überraschend doch ein Machtkampf um das Präsidentenamt an.
Kanada – Gianni Infantino muss sich bei der kommenden FIFA-Präsidentschaftswahl offenbar doch auf Gegenwind einstellen. Wie die britische Zeitung The i Paper berichtet, bereitet Concacaf-Präsident Victor Montagliani eine Kandidatur gegen den Schweizer vor. Damit hätte Infantino erstmals seit Jahren wieder einen ernstzunehmenden Herausforderer im Rennen um das höchste Amt des Weltfußballs.

Der Zeitpunkt ist dabei kein Zufall. Zuletzt geriet Infantino wegen seiner Pläne massiv in die Kritik, Teile der finanziellen Vermarktung der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Mehrere Kontinentalverbände stellten sich öffentlich gegen das Vorhaben. Laut The i Paper soll innerhalb der Concacaf inzwischen sogar das Vertrauen in Infantinos Führung deutlich geschwunden sein.
Widerstand gegen FIFA-Boss Infantino wächst
Montagliani gilt eigentlich als langjähriger Weggefährte Infantinos. Der Kanadier ist Präsident des nord- und mittelamerikanischen Fußballverbandes Concacaf sowie einer der FIFA-Vizepräsidenten. Nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika soll der 60-Jährige nun jedoch bereit sein, selbst nach der FIFA-Spitze zu greifen. Offiziell bestätigt ist eine Kandidatur bislang allerdings noch nicht.
Als möglicher Gegenkandidat war zuletzt auch PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi gehandelt worden. Daraus wird nach aktuellem Stand jedoch nichts. Ein Sprecher des 52-Jährigen erklärte gegenüber The i Paper, Al-Khelaifi habe „absolut keine Ambitionen, keine Absicht und kein Interesse“, das Amt des FIFA-Präsidenten anzutreten. Auch UEFA-Präsident Aleksander Čeferin soll derzeit keine Kandidatur planen.
Die Wahl des FIFA-Präsidenten findet im März 2027 in Marokko statt. Bislang ist Infantino der einzige offiziell gemeldete Kandidat, weitere Bewerbungen können noch bis Mitte November eingereicht werden. Sollte Montagliani tatsächlich antreten, dürfte dem Weltverband erstmals seit Jahren wieder eine echte Kampfabstimmung bevorstehen – ausgerechnet in einer Phase, in der die Kritik an Infantino lauter wird.