„Habe ihnen NICHTS angeboten!“ – Trump weist im Iran-Krieg Bericht über geheimen Deal scharf zurück

Stand: 29.09.2026, 06:52 Uhr

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Wie geht es weiter im US-Krieg gegen den Iran? Im Gespräch sollen Sanktionserleichterungen für Teheran sein. Trump bestreitet das.

Washington, DC – Donald Trump hat einen Medienbericht über mögliche Sanktionserleichterungen für den Iran zurückgewiesen. „Das ist unwahr. Ich habe ihnen NICHTS angeboten!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der US‑Präsident bezeichnete den Bericht des US-Nachrichtenportals Axios als „Falschmeldung“. Er forderte das Portal auf, den Artikel zurückzuziehen.

Medienbericht: US-Präsident Donald Trump lehnt Teherans Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus ab.

Donald Trump hat einen Medienbericht dementiert, nach dem er mögliche Lockerungen von Sanktionen gegen den Iran im Gegenzug für Eingeständnisse beim iranischen Atomprogramm in Aussicht gestellt haben soll. © SAUL LOEB/AFP

Axios hatte zuvor unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Regierungsvertreter berichtet, Trump sei bereit, Sanktionen gegen den Iran zu lockern. Demnach sollten auch eingefrorene iranische Gelder freigegeben werden. Im Gegenzug erwartet die Trump-Regierung demnach konkrete Schritte Teherans beim iranischen Atomprogramm.

Iran-Krieg: Vermittler aus Katar und Pakistan im Einsatz

Die Diplomatie läuft trotz des Dementis weiter. Laut Axios sollten sich katarische Vermittler spätestens am Dienstag (29. September) mit US-Vertretern treffen. Auch Pakistan ist demnach als Vermittler in die Gespräche eingebunden. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hoffte laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu noch am Dienstag auf eine „finale Antwort“ der US-Regierung auf einen vorliegenden Entwurf.

Vertreter der USA und des Iran waren bereits in der vergangenen Woche zusammengekommen. Das Treffen fand am Rande der UN-Generaldebatte in New York statt. Trump hatte zuvor gegenüber Axios erklärt, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen.

Gleichzeitig meldete die iranische Staatsagentur Irna, Teheran plane keine neuen Gespräche mit den USA über die Straße von Hormus. „Die Standpunkte und Positionen der Islamischen Republik Iran wurden der amerikanischen Seite am vergangenen Dienstag klar und ausdrücklich über einen katarischen Vermittler übermittelt“, zitierte Irna aus einer offiziellen Erklärung. Die iranische Delegation werde am Dienstag nach Teheran zurückkehren.

Straße von Hormus im Zentrum des Konflikts

Im Mittelpunkt des Streits steht die Straße von Hormus. Vor dem Iran-Krieg verlief durch die strategisch wichtige Meerenge rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasbedarfs. Sie ist auch für den Transport von Flüssiggas und Dünger bedeutend. Der Konflikt hatte Ende Februar 2026 mit gemeinsamen US-israelischen Angriffen auf Teheran begonnen. Seitdem beansprucht der Iran die Kontrolle über die Meerenge. Bereits kurz nach Kriegsbeginn brachte der Iran den Schiffsverkehr durch Drohungen und Angriffe fast zum Erliegen. Die Weltmarktpreise für Öl und Gas stiegen daraufhin sprunghaft an.

Die USA reagierten mit einer Blockade iranischer Seehäfen. Ziel ist, den Iran wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Teheran hatte Washington zuletzt einen sogenannten „Sieben-Tage-Plan“ zur Wiedereröffnung der Meerenge übermittelt. Araghtschi zufolge war Teil des Vorschlags, dass die USA zunächst bestimmte Bedingungen erfüllen. Laut Wall Street Journal gehörte dazu die Aufhebung der US‑Seeblockade. Trump lehnte diesen Vorschlag ab. (dpa/AFP/cs)