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Die israelische Polizei hat gestern im Westjordanland nach eigenen Angaben vier Verdächtige festgenommen, die ein Fahrzeug mit ausländischen Journalisten beschädigt haben sollen. Der US-Fernsehsender CNN bezeichnete den Vorfall auf seiner Website als Angriff israelischer Siedler auf sein Team.
CNN zufolge berichteten die Journalisten aus der Nähe des Dorfes Sindschil nördlich von Ramallah, als es zu dem Vorfall kam. „Als das CNN-Team und andere Journalisten losfahren wollten, blockierten vier Siedler die Straße mit ihrem Auto und versuchten, die Fahrzeuge am Weiterfahren zu hindern“, so CNN auf seiner Website.
Männer gingen auf Autos los
Die Männer hätten Holz- und Metallstangen und Steine geschwungen, ein Mann habe versucht, in die Reifen zu stechen. Später sei die Gruppe auf ein anderes Fahrzeug mit Journalisten geklettert, das hinter dem CNN-Auto hergefahren sei, und habe dessen Windschutzscheibe zertrümmert.
Die israelische Polizei teilte mit, ihr sei der Vorfall gemeldet worden. Mitglieder der israelischen Armee seien geschickt worden, hätten die Weiterfahrt der Journalisten gesichert und vier mutmaßlich an dem Vorfall beteiligte Verdächtige vorläufig festgenommen. Die Polizei habe später im Auto der Tatverdächtigen Schlagstöcke und ein Messer sichergestellt, die Männer seien verhaftet worden.
US-Abgeordneter von Siedlern „festgenommen“
Kurz vor diesem Vorfall hatte der demokratische US-Abgeordnete Ro Khanna aus Kalifornien mitgeteilt, er sei bei einem Besuch im Westjordanland Anfang der Woche von bewaffneten israelischen Siedlern „festgenommen“ worden. Als israelische Soldaten am Tatort eingetroffen seien, hätten diese sich „auf die Seite der Siedler gestellt und mit unserer Festnahme weitergemacht“, so der US-Abgeordnete. Die Israelische Armee wies den Vorwurf zurück.
Laut „New York Times“ ereignete sich der Vorfall am Mittwoch in der Nähe der Ortschaft Khirbet Sanuta im Süden des von Israel besetzten Westjordanlandes. Dem Bericht zufolge konnten Khanna und seine Begleiter ihre Fahrt erst nach Anrufen bei der US-Botschaft und israelischen Behörden fortsetzen.