Wer wird der nächste Agent 007? James-Bond-Drehbuchautor lässt die Katze aus dem Sack

James Bond: Drehbuchautor verrät – neuer 007 ist bereits gefunden

Stand: 09.09.2026, 14:07 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Der Drehbuchautor des neuen Bond-Films lässt die Katze aus dem Sack: Der Nachfolger von Daniel Craig steht offenbar schon fest – und hat das Schreiben erleichtert.

Die Gerüchteküche rund um den neuen James Bond brodelt schon seit Monaten. Nun hat erstmals jemand aus dem innersten Kreis des Produktionsteams Klartext gesprochen. Steven Knight, der Peaky-Blinders-Schöpfer und Drehbuchautor des neuen 007-Abenteuers, bestätigte im BBC-Radio, dass die Entscheidung über den neuen Bond-Darsteller längst gefallen ist. Millionen Fans haben damit endlich die Gewissheit, auf die sie gewartet haben.

Wie The Independent berichtet, trat Knight am Dienstag, den 8. September im Radio-4-Programm Today auf. Das war nur wenige Tage nachdem Hollywood-Legende Gary Oldman öffentlich behauptet hatte, die Produzenten hätten die Besetzungsentscheidung bereits getroffen. Im Interview wurde Knight gefragt, ob er den Charakter schon mit dem feststehenden Schauspieler im Kopf entwickle. Seine Antwort war eindeutig: „Es ist ein bisschen von beidem. Es macht das Leben ein kleines bisschen einfacher, wenn man weiß, wer diese Person ist. Aber man muss die Figur schreiben, nicht den Schauspieler.“ Als die Moderatoren nachhakten, wann genau er erfahren habe, wer Daniel Craig als Bond nachfolgen werde, blockte Knight charmant ab: „Ich verweise Sie auf meine vorherige Antwort.“

Jack Lowden liegt vorn – auch weitere Kandidaten kämpfen um Rolle

Als heißester Anwärter auf den Agentenstatus gilt derzeit Jack Lowden, den zuletzt auch sein Slow-Horses-Kollege Gary Oldman öffentlich ins Spiel gebracht hatte. Der Schotte führt seit Wochen die Wettlisten der Buchmacher an. Auch Callum Turner (One Night Only) steht hoch im Kurs. Er soll sogar bereits seinen Freunden von seiner Zusage für die Rolle erzählt haben. Auch seine prominente Verlobte könnte in den Film involviert sein.

Neben Lowden und Turnerwerden noch weitere Namen gehandelt: Jack Barton, bekannt aus der Serie Heartstopper, zählt ebenso dazu wie Jacob Elordi (Wuthering Heights) und Harris Dickinson (Babygirl). Die finale Entscheidungsgewalt liegt bei den Produzenten Amy Pascal und David Heyman sowie bei Regisseur Denis Villeneuve, der durch die Dune-Reihe weltberühmt wurde und auch den neuen Bond inszenieren wird.

Amazon übernimmt – Knight fühlt sich der britischen Tradition verpflichtet

Der nächste James-Bond-Film ist der erste seit dem Wechsel der langjährigen Produzentin Barbara Broccoli, die die Kontrolle über das Franchise an Amazon abgegeben hat. Knight geht mit dem nötigen Respekt an das Projekt heran: „Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass es sich anfühlt, als würde ich meine Pflicht für König und Vaterland erfüllen. Wenn man ein britischer Autor ist, muss man das einfach tun.“

Dabei betont er, wie wichtig ihm die Eigenständigkeit der Marke ist: „Das Besondere an Bond ist, dass es ein eigenes Universum und eine eigene Marke ist. Natürlich muss man sie weiterentwickeln, aber ich liebe, wo sie steht. Ich liebe, dass sie britisch ist und kein DC oder Marvel." Zudem fühle er sich dem literarischen Erbe von Ian Fleming gegenüber verantwortlich.

Casting-Profi McWilliams: „Bond muss ein vollständiges Rätsel bleiben"

Casting-Direktorin Debbie McWilliams, die in ihrer Karriere unter anderem Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig für die Rolle entdeckte, hatte im vergangenen Juni gegenüber The Independent klare Worte gefunden. Für sie sei es „absolut entscheidend, dass Bond ein vollständiges Rätsel bleibt".

„Bond, Queer Bond“ - Die andere Geschichte von 007

Die Suche nach dem neuen James-Bond-Darsteller ist bereits abgeschlossen. Zuletzt porträtierte Daniel Craig den Agenten in fünf Filmen. (Archivfoto) © Matt Dunham/AP/dpa

McWilliams erklärte außerdem: „Ich möchte Elordi, Turner und die anderen nicht als Bond sehen, weil wir jetzt so viel über sie wissen. Wir wollen so wenig wie möglich über sie als Privatpersonen wissen, denn das ist das Wesen eines Spions. Wir müssen nicht wissen, wo er einkaufen geht, wer seine Eltern sind oder wo er wohnt. Er hat eine Lizenz zum Töten, und wir müssen glauben, dass er das kann. Wenn man das nicht glaubt, hat man das Publikum verloren.“

Kinnear hofft auf Rückkehr – und auch eine Bösewichtin bewirbt sich

Rory Kinnear, der in der Craig-Ära die Nebenfigur Bill Tanner verkörperte und insgesamt in vier Bond-Filmen zu sehen war, meldete sich vergangene Woche ebenfalls zu Wort. Gegenüber The Times zeigte er sich offen für eine Rückkehr: „Das ist das Spannende. Ich bin sicher, dass sie an einem Teil der Kontinuität festhalten wollen, an dem, was das den Menschen bedeutet. Aber es wird einen ganz anderen Ansatz geben."

Unterdessen hat sich auch Saoirse Ronan, bekannt aus „Little Women“, öffentlich als Bösewichtin für James Bond ins Gespräch gebracht. Ihre Fanbase unterstützt die Kampagne lautstark, zumal ihr Ehemann ebenfalls als Kandidat für die 007-Hauptrolle gilt. Gedreht werden soll der neue Film erst nach der Veröffentlichung von „Dune: Part 3“, die für Dezember geplant ist. Der bisher letzte Bond-Streifen, „Keine Zeit zu sterben“ aus dem Jahr 2021, war Daniel Craigs fünfter und zugleich letzter Auftritt als Geheimagent. (Quellen: The Independent, Archiv, BBC, Times) (jmv)