Jänschwalde: Polizei meldet Detonation an Umspannwerk in Brandenburg

Nahe dem Kraftwerk Jänschwalde sind Sprengstoffvorrichtungen gefunden worden. Die Polizei bestätigt eine Detonation. Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.

Quelle: DIE ZEIT, dpa,

jsp

Aktualisiert am 1. September 2026, 14:46 Uhr

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Jänschwalde: Das Kraftwerk Jänschwalde liegt im Südosten Brandenburgs.
Das Kraftwerk Jänschwalde liegt im Südosten Brandenburgs. © Frank Hammerschmidt/​dpa

An einem Umspannwerk im brandenburgischen Turnow-Preilack, in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde, hat es mindestens eine Detonation gegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Brandenburg der ZEIT. Zuvor hatten die Nachrichtenagentur dpa und die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet, das dort mehrere Sprengstoffvorrichtungen gefunden worden waren. Die Polizei teilte mit, Entschärfer seien vor Ort und es bestehe keine Gefahr.

Der Netzbetreiber 50Hertz teilte der ZEIT mit, es habe eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung gegeben. Mittlerweile seien alle Leitungen wieder in Betrieb. Die allgemeine Stromversorgung sei derzeit nicht beeinträchtigt.

Kraftwerkbetreiber meldet technischen Ausfall in Block B

Der Kraftwerkbetreiber Leag sprach von einem »Anschlag«, der auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack verübt worden sei. In der Folge sei es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk gekommen, sagte ein Pressesprecher der ZEIT mit. Ein möglicher Zusammenhang werde geprüft. Man stimmte sich mit 50 Hertz ab und arbeite an der Wiederinbetriebnahme von Block B.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom.

In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben des Betreibers Leag wurde das Kraftwerk in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet.

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