Jawort vor 40 Jahren"Fergie" soll Hochzeit mit Prinz Andrew schnell bereut haben
23.07.2026, 12:24 Uhr
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Am 23. Juli 1986 gaben sich Prinz Andrew und Sarah "Fergie" Ferguson das Jawort. 40 Jahre später ist nicht nur das royale Traumpaar Geschichte, auch der gute Ruf der beiden ist durch Affären und Skandale dahin.
Vor 40 Jahren jubelten ihnen die Londoner in den Straßen zu, heute gehören Andrew Mountbatten-Windsor und Sarah Ferguson sicherlich zu den unbeliebtesten Briten. Dabei hatte für das Paar alles wie im Märchen begonnen. Der damalige Prinz Andrew, angeblich das Lieblingskind der 2022 verstorbenen Queen Elizabeth II., und seine spätere Frau sollen sich nämlich schon als Kinder begegnet sein.
"Fergie" ist die Tochter von Major Ronald Ferguson und dessen erster Frau Susan Wright. Die Familie pflegte private Verbindungen zu den Royals, weshalb sich Andrew und Sarah bereits in jungen Jahren kennenlernten. Gefunkt haben soll es aber erst 1985. Prinzessin Diana, Andrews Schwägerin, soll die beiden verkuppelt haben. Der Prinz galt damals als Schwerenöter und hatte wegen seiner zahlreichen Liebschaften von der Presse den Spitznamen "Randy Andy", also "geiler Andy", verpasst bekommen.
Doch mit Ferguson sollte es etwas Ernstes sein. Schon nach wenigen Monaten machte Andrew seiner Freundin am 19. Februar 1986, seinem 26. Geburtstag, einen Heiratsantrag. Ihre Verlobung wurde im März 1986 bekannt gegeben. Bei Andrews Junggesellenabschied feierte Elton John mit.
Designerin verhinderte Teddys auf dem Brautkleid
Die Hochzeit des Prinzen mit Sarah Ferguson fand am 23. Juli 1986 in der Westminster Abbey in London statt. An der Zeremonie nahmen etwa 2000 Gäste teil, darunter alle hochrangigen Mitglieder der Königsfamilie. Unzählige Londoner säumten die Straßen und jubelten dem Paar zu. Weltweit verfolgten schätzungsweise 500 Millionen Zuschauer die Übertragung im TV.
Das Brautkleid im voluminösen 80er-Jahre-Style hätte anders ausgesehen, wenn es nach Ferguson gegangen wäre. Die Designerin Lindka Cierach konnte der Braut gerade noch ausreden, als Hommage an ihren Ehemann Teddybären und Hubschrauber auf das Kleid sticken zu lassen, wie das britische Magazin "Hello!" berichtet. Andrew gilt als Sammler von Teddybären.
Stattdessen zierten das Kleid mit Puffärmeln und einer über fünf Meter langen Schleppe Herzen als Symbol für Liebe, Anker und Wellen als Hommage an Andrews Karriere bei der Royal Navy sowie Motive aus dem Wappen der Familie Ferguson. Auch die Initialen des Paares, "A" und "S", waren in das Kleid eingenäht.
Nach der Trauung ging es für das Brautpaar zum Buckingham-Palast. Vor diesem hatten sich rund 100.000 Menschen versammelt, um den ersten Kuss von Andrew und Sarah als Ehepaar auf dem Balkon der Residenz mitzuerleben. Die Hochzeitsreise führte die beiden auf die Azoren.
Das "Fergie-Fieber" kühlte schnell ab
Der durch die Hochzeit ausgelöste Medienrummel wurde von der "New York Times" als "Fergie-Fieber" bezeichnet. Hinter den Kulissen kühlte sich die Beziehung des Paares, das mit Beatrice und Eugenie zwei Töchter bekam, aber angeblich sehr schnell ab. Wie damals berichtet wurde, sahen sich Andrew und Fergie aufgrund seiner Verpflichtungen bei der Marine nur 40 Tage im Jahr.
Royal-Experte Andrew Lownie, Autor von "Entitled: The Rise and Fall of the House of York", behauptete später laut der britischen Zeitung "The Mirror", dass die unglückliche Ehe des Herzogs und der Herzogin von York angeblich von Untreue geprägt war - auch schon im ersten Jahr. Bereits wenige Wochen nach ihrer pompösen Hochzeit 1986 soll Fergie erkannt haben, dass die Ehe ein Fehler war, da sie nur wenige gemeinsame Interessen hatten.
Für einen Skandal sorgten dann Fotos, die 1992 in der Presse auftauchten, und die damals noch verheiratete Herzogin mit dem US-Finanzmanager John Bryan zeigten. Darauf zu sehen waren die halbnackte Fergie und Bryan, der an ihren Zehen saugte. Andrew und seine Frau hatten kurz zuvor, im März 1992, ihre Trennung bekannt gegeben. 1996 ließen sie sich scheiden.
"Das glücklichste geschiedene Paar"
Da die Ex-Partner aber weiter befreundet blieben und bis Anfang 2026 sogar noch gemeinsam in der Royal Lodge in Windsor lebten, machten Gerüchte die Runde, die beiden könnten erneut heiraten. Sarah Ferguson hat ihren Ex-Mann immer wieder öffentlich verteidigt und bezeichnete sich und Andrew noch vor wenigen Jahren als das "glücklichste geschiedene Paar".
Laut Royal-Experten ist von dem geschiedenen Glück allerdings nicht mehr viel übrig. Inzwischen ist in den britischen Medien von einer Zweckgemeinschaft aus Imagegründen die Rede. Und auch diese ist seit einigen Monaten Geschichte. Anfang des Jahres musste Andrew, der wegen des Epstein-Skandals schon alle seine Titel verloren hatte, das weitläufige Anwesen in Windsor verlassen, in dem er mit Ferguson lebte. Auch seine Ex-Frau ist umgezogen.
Während der ehemalige Prinz auf dem Anwesen Marsh Farm in Sandringham unterkam, ist nicht bekannt, wo sich Ferguson aufhält. Angeblich ist sie im Ausland untergetaucht, nachdem in den vergangenen Monaten ihre engen freundschaftlichen Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ans Licht gekommen waren.
Ermittlungen gegen Andrew
Gegen Andrew Mountbatten-Windsor laufen unterdessen in seiner Heimat Ermittlungen. Im Februar war der frühere britische Handelsbeauftragte von der Polizei von Thames Valley festgenommen worden. Nach etwa zwölf Stunden kam er wieder frei. Der Vorwurf lautet auf Amtsmissbrauch. Die Beamten prüfen, ob Andrew Regierungsinformationen an seinen Freund Epstein weitergegeben hat. An den Ermittlungen gegen Andrew sind aber auch Kriminalbeamte beteiligt, die auf Sexualdelikte spezialisiert sind.
Andrew hatte schon etliche Privilegien verloren, nachdem er 2022 in einer außergerichtlichen Vereinbarung Millionen an Virginia Giuffre gezahlt haben soll. Sie hatte behauptet, sie sei gezwungen worden, mit Andrew Sex zu haben, als sie 17 Jahre alt war. Andrew hat alle Vorwürfe bestritten.
Quelle: ntv.de, csp/spot