Kampfjets steigen auf: NATO-Land empfängt verdächtiges Signal
Stand: 24.08.2026, 20:06 Uhr
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Rumänien hat in dieser Woche nicht zum ersten Mal wegen einer unbekannten Drohne Alarm geschlagen – die NATO-Außengrenze bleibt ein Brennpunkt.
Bukarest – Aufregung an der NATO-Grenze: Eine Drohne unbekannter Herkunft überquerte am Montagmorgen (24. August 2026) den Luftraum der Republik Moldau – und flog weiter Richtung Rumänien. Minuten später schlugen die Radarschirme des rumänischen Verteidigungsministeriums an. Zwei F-16-Kampfjets rollten auf der Luftwaffenbasis 86 in Borcea an. Der Ernstfall-Modus war aktiviert.

Das unbemannte Flugobjekt tauchte laut dem moldauischen Verteidigungsministerium um 5:55 Uhr über dem Süden des Landes auf – kommend aus der ukrainischen Odesa-Region, aus Richtung des Ortes Vynohradivka. Es flog durch die Gagausien-Region in Richtung Vulcănești und verließ um 6:09 Uhr den moldauischen Luftraum im Bezirk Cahul nahe des Dorfes Pașcani – auf direktem Kurs nach Rumänien, in Richtung der Ortschaft Vlădești im Kreis Galați, wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete. Moldau sperrte seinen südlichen Luftraum für rund 15 Minuten, bevor er wieder freigegeben wurde. Die Herkunft der Drohne blieb zunächst ungeklärt.
Aufregung an NATO-Grenze: Bevölkerung per Handy gewarnt
Das rumänische Radar erfasste die intermittierenden Signale zunächst über dem moldauischen Cahul-Gebiet, dann über dem Kreis Galați im Osten Rumäniens, wie das rumänische Verteidigungsministerium (MApN) mitteilte. Das Nationale Militärische Kommandozentrum informierte daraufhin das Generalinspektorat für Notfallsituationen, das sofort Maßnahmen zur Bevölkerungswarnung einleitete.
Um 6:12 Uhr ging eine RO-Alert-Nachricht an alle Mobiltelefone in der betroffenen Zone – das rumänische Pendant zum deutschen Cell Broadcast. Parallel dazu starteten zwei F-16-Kampfjets und ein IAR-330 SOCAT-Militärhubschrauber von der Luftwaffenbasis Borcea, um die Lage aus der Luft zu überwachen.
Rumänien: Hubschrauber findet keine Spuren – direkter Zusammenhang mit Ukraine-Krieg
Der Einsatz dauerte knapp drei Stunden. Der Hubschrauber überflog das Gebiet rund um Târgu Bujor und Matca. Laut der offiziellen Update-Pressemitteilung des MApN blieb die Suche ohne Ergebnis: Er fand keine Einschlagsspuren, keine Trümmer und keine anderen Hinweise darauf, dass ein Objekt auf rumänischem Boden niedergegangen war. Der Luftalarm endete um 8:52 Uhr, die beiden F-16 kehrten zu ihrer Ausgangsbasis in Borcea zurück.
Das moldauische Verteidigungsministerium stellte einen direkten Zusammenhang mit dem Krieg her. „Der unerlaubte Überflug ereignete sich im Anschluss an die Luftangriffe der Russischen Föderation auf die Ukraine in der Nacht. Die nationalen Behörden überwachen gemeinsam mit ihren Partnern weiterhin den Luftraum, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten“, zitierte Mediafax das Ministerium. Russland hatte in der Nacht zuvor erneut die Ukraine mit Drohnen angegriffen, wie die Kyiv Post berichtete.
Der Vorfall ist kein Einzelfall. Bereits am 22. August war eine Drohne in den moldauischen Luftraum eingedrungen – es war also das zweite derartige Ereignis innerhalb von drei Tagen, wie die Kyiv Post festhielt. Rumänien steht schon länger unter erhöhter Alarmbereitschaft: Am 20. August hatte ein rumänischer F-16 eine Drohne über dem Schwarzen Meer nahe Constanța abgeschossen. Das rumänische Verteidigungsministerium erklärte damals, das Objekt habe nicht aus der Ukraine gestammt. Die Grenzregion zwischen der Odesa-Oblast, Moldau und Rumänien bleibt damit ein neuralgischer Punkt an der NATO-Außengrenze. Auch im November 2025 waren rumänische Kampfjets wegen einer Drohne aufgestiegen. (Quellen: MApN, Kyiv Post, Mediafax) (cgsc)