Diese kuriosen Ferien-Regeln solltest du kennen

Kein Pipi, Selfie oder Tüechli

Diese kuriosen Regeln in beliebten Ferienorten solltest du kennen

Ob Selfies, Sandburgen oder ein Picknick am Strand: In einigen beliebten Feriendestinationen drohen saftige Bussen für vermeintlich harmlose Aktivitäten. Blick stellt dir die skurrilsten Verbote vor.

Publiziert: 18:54 Uhr

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Aktualisiert: 19:05 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Betreiber privater Strandbäder verbieten in der Region Apulien (I) das Mitnehmen von Lebensmitteln und Getränken
  • Auf Sardinien drohen bis zu 1000 Euro Busse für Sanddiebstahl
  • In Lepe (Spanien) kostet Pinkeln im Meer bis zu 706 Franken
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

In den meisten Schweizer Kantonen haben die Sommerferien bereits begonnen. Beim Rest stehen sie unmittelbar vor der Tür. Wer dafür mit den Kids in Richtung Süden ins Ausland düst, sollte sich vorab aber mit gewissen Regeln vertraut machen. Ein Selfie am falschen Ort, ein Handtuch auf dem Sand oder ein spontanes Picknick können sonst schnell teuer werden. Blick stellt dir sieben skurrile Verbote in beliebten Feriendestinationen vor – und erklärt, warum sie überhaupt existieren. 

1

Kein Picknick an der apulischen Küste

Sämtliche Betreiber von privaten Strandbädern in der Region Apulien im Süden Italiens haben Gästen verboten, eigene Speisen und Getränke mitzubringen. Laut italienischen Medien gilt das Verbot entlang der gesamten apulischen Küste. Die Badbetreiber und der lokale Tourismusverband begründen dies mit zunehmenden Hygiene- und Abfallproblemen. Kritiker vermuten dahinter aber eher eine fiese Masche: Besucher sollen schlicht zum Konsum in den Strandbars gezwungen werden. 

2

Tüechli- und Sonnenschirm-Verbot auf Sardinien

Wer sich auf Sardinien gern an den berühmten Korallenstrand La Pelosa bei Stintino legen möchte, muss hierfür auf flauschige Handtücher als Unterlage verzichten. Der Hintergrund: Am nassen Frottee bleibt jedes Mal etwas vom schneeweissen Korallensand kleben. Tausende Besucher tragen so Jahr für Jahr unbemerkt den Strand ab. Ganz muss man aber nicht aufs Tüechli verzichten: Gäste müssen zuerst eine Bast- oder Strohmatte auslegen, um darauf das Badetuch zu platzieren. Wer keine Matte benutzt, riskiert eine Busse von 100 Euro. Auch ein Andenken in Form einer Handvoll Sand lässt man hier besser liegen: Dies kann sogar mit bis zu 1000 Euro Strafe geahndet werden. 

An der Spiaggia di Punta Molentis gibt es ein anderes Verbot: Die Gemeinde Villasimius hat für den malerischen Badestrand im Südosten Sardiniens ein Verbot von Sonnenschirmen für Badegäste zwischen 10 und 65 Jahren verhängt. Nur Familien mit kleinen Kindern und Senioren erhalten eine Ausnahme. 

3

Oben ohne und Bikini sind nicht überall gern gesehen

Immer mehr Ferienziele haben die Nase voll von Touristen, die nur halb bekleidet durch den Ort latschen oder in Restaurants einkehren. Deshalb werden Verhaltensregeln eingeführt, die genau das verbieten. Jüngstes Beispiel ist die Gemeinde Varenna (I) am Comersee: Spaziergänge in Badebekleidung oder mit nacktem Oberkörper sind seit Ende Juni verboten. Ausgenommen sind Strände und Bootsstege. Bei Verstössen drohen Bussen zwischen 50 und 200 Euro. Auch die Städte Santa Margherita (I) oder Les Sables-d'Olonne (F) kennen ein solches Verbot. 

In der Schweiz sorgte das Thema letzten Sommer ebenfalls für Debatten – etwa mit einem Verbotsschild für das Einkaufen in Badekleidung in einer Migrolino-Filiale in der Nähe der Zürcher Lettenbadi.

4

Sandburgen sind auf Sylt und Teneriffa tabu

Sandburgen am Meer gehören für viele zu Strandferien wie Glace oder Sonnencreme. An einigen Badestränden sind sie aber tatsächlich verboten – etwa auf der spanischen Insel Teneriffa. Dort drohen je nach Gemeinde happige Bussen, weil Türme und tiefe Löcher zur Stolperfalle werden können. Gleiches gilt im norditalienischen Eraclea nahe Venedig. Wer dort gegen die Regel verstösst, muss mit Bussen zwischen 250 und 1000 Euro rechnen. Auf der deutschen Nobelinsel Sylt dürfen keine Burgen gebaut und Löcher gebuddelt werden, damit die empfindlichen Dünen nicht beschädigt werden. Auch hier drohen Bussen von bis zu 1000 Euro.

5

Steine in Griechenland lässt man besser liegen

Ein kleiner Stein als Ferien-Souvenir? Das eigentlich harmlose Vorhaben kann in Teilen Griechenlands gehörig nach hinten losgehen. In antiken Stätten ist es strikt verboten, selbst unscheinbare Steine einzustecken. Im Zweifel entscheiden Archäologen, ob ein Fundstück historisch wertvoll ist. Zuwiderhandlungen können für Touristen unangenehm werden – und schlimmstenfalls auf der Polizeistation enden. Ebenfalls tabu sind High Heels bei Besichtigungen antiker Stätten wie der Akropolis – die Absätze könnten die jahrtausendealten Steinplatten beschädigen.

6

Kein Pinkelstopp im Meer

Ein Bad im Meer erfrischt bei der Sommerhitze, drückt aber auch gern auf die Blase. Doch wer an den Stränden in der Gemeinde Lepe im Südwesten Spaniens auf den Weg zum nächsten WC verzichten will, sei gewarnt. Seit 2012 ist das Pinkeln im Meer hier verboten. Wird man erwischt, drohen Geldstrafen von bis zu 750 Euro (706 Franken). 

7

Keine Foto-Sessions in Portofino

Das perfekte Instagram-Foto kann in Portofino (I) zum Problem werden. Bestimmte Plätze im Nobelort an der ligurischen Küste sind sogenannte «No-Waiting-Zonen». Wer dort für Selfies oder Erinnerungsfotos zu lange stehen bleibt und den Fussgängerverkehr blockiert, muss mit einer Busse rechnen. Die Regel soll verhindern, dass die engen Gassen in der Hochsaison komplett verstopfen. Auch auf den Brücken in Venedig weisen Schilder darauf hin, nicht stehenzubleiben.