„Ganz klar wieder versagt“: Eintracht-Stürmer Burkardt wütet gegen eigene Mitspieler

Stand: 11.10.2026, 08:19 Uhr

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Nach dem 0:6-Debakel bei RB Leipzig ist man bei Eintracht Frankfurt bedient. Stürmer Jonathan Burkardt richtet seine Wut sogar an die Teamkollegen.

Leipzig – Es war nicht die Rückkehr aus der Länderspielpause, die man sich bei Eintracht Frankfurt gewünscht hatte. Nach dem 0:6-Debakel bei RB Leipzig saß der Frust tief. Während die Fans in den sozialen Medien ihrer Wut Luft machten, mussten sich auch die Spieler abreagieren. Gar kein Blatt vor den Mund nehmen wollte Stürmer Jonathan Burkardt. Er griff seine Mitspieler sogar öffentlich an.

Jonathan Burkardt will die aktuelle Eintracht-Krise nicht hinnehmen.

Kann Jonathan Burkardt die Eintracht wieder zum Erfolg führen? © picture alliance/dpa | Torsten Silz

Am Sky-Mikrofon richtete der deutsche Nationalspieler warnende Worte an seine Teamkollegen und wurde dabei ungewohnt deutlich. „Die Führungsspieler haben heute ganz klar wieder versagt. So ehrlich muss man sein. Da sind genau die Jungs gefragt, die den Laden zusammenhalten sollen, und das haben wir wieder nicht geschafft.“ Ähnlich deutlich hatte sich zuvor auch Trainer Adi Hütter geäußert.

Eintracht-Star Burkardt geht nach Leipzig-Pleite auf Mitspieler los

Der Übungsleiter nahm Kapitän Robin Koch nicht in Schutz – stattdessen vom Platz. „Ich habe Robin Koch erlöst. Ich erwarte mir von einem Führungsspieler und Kapitän etwas anderes. Wenn wir in dieser Bundesligasaison 16 Gegentore bekommen und Robin Leader der Abwehr ist, dann setze ich ein Zeichen. Das hat mir nicht gefallen. Ich habe ihn rausgenommen, weil ich mir von Robin mehr erwarte“, so die schonungslose Analyse.

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Anders als Hütter wollte Burkardt aber keine Namen nennen. Der Grund für die Schelte: Bereits nach vier Minuten lag die SGE in Leipzig mit 0:2 zurück, nach den ersten 45 Minuten hatte ein 0:4 auf der Anzeigetafel gestanden. Das fehlende Aufbäumen nach den ersten Gegentoren konnte der SGE-Stürmer nicht verstehen. „Du musst dich erstmal zurückziehen und sammeln, aber auch das haben wir nicht einheitlich geschafft.“

Stattdessen hätten seine Mitspieler „total sorglos verteidigt“. Der Torjäger war komplett bedient und richtete seine Worte auch an die Fans, die in Scharen mitgereist waren. „Und mir tut es sau leid für die Fans und meine Eltern, die extra nach Leipzig gefahren sind, und sich so eine Scheiße angucken müssen.“ Nun beginnen am Main die Aufräumarbeiten. Ob Burkardt seine Kritik im Zuge der Krisengespräche den Adressaten näherbringt? (is)