Kompany brüllt im Trainingslager plötzlich seine Bayern-Stars an und gibt seltene Trainingseinblicke

Stand: 30.07.2026, 14:34 Uhr

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Bayern-Trainer Vincent Kompany ist hoch motiviert aus der Sommerpause zurückgekommen. Das bekommt seine Mannschaft deutlich zu spüren.

Rottach-Egern – Vincent Kompany ist im Tegernsee-Trainingslager des FC Bayern omnipräsent. Beispiele gefällig? Als für die Abwehrspieler auf einem Nebenplatz des FC Rottach-Egern eine sogenannte Viererketten-Schulung anstand, war der Münchner Chefcoach plötzlich mittendrin und erklärte der Hintermannschaft bei den Übungen viel. „Das beeindruckt einen dann schon sehr“, berichtet Neuzugang Nathaniel Brown von seinen ersten Kompany-Eindrücken aus nächster Nähe.

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Kurze Zeit später stand eine Spielform auf drei Tore an – und der 40-jährige Fußballlehrer gab inmitten des Geschehens lautstark Kommandos und brüllte seine Stars regelrecht an. Immer wieder unterbrach der Belgier die Einheit für kurze Einzelgespräche. Vor allem die Mittelfeldakteure bekamen Tipps vom Coach. Während Kompany mit Tom Bischof an dessen Stellungsspiel feilte, gab es für Aleksandar Pavlovic klare Anweisungen für sein Defensivverhalten: „When you follow the run, defend inside!“ Was so viel bedeutet wie: „Wenn du den Laufweg des Gegenspielers verfolgst, verteidige die Innenseite!“

Kompany gibt im Bayern-Training vollgas

Weitere Kompany-Anweisungen lauteten: „Verteidige das Tor, wenn du den Ball verlierst“, „Mehr Intensität“ oder „Bleibt miteinander im Zentrum verbunden“. Auffällig: Joshua Kimmich, Alphonso Davies und Youngster Vincent Manuba bekamen viel Sonderlob während der Spielform.

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Nach dem Double-Sieg vergangene Saison läuft der Bayern-Trainer schon wieder heiß und präsentiert sich im Vollgas-Modus. Dementsprechend hoch war die Intensität bei den bisherigen Einheiten am Tegernsee. Sehr zur Freude von Sportvorstand Max Eberl, der seinen Coach „genauso motiviert, genauso hungrig“ wie in den vergangenen Jahren erlebt: „Mit ganz vielen Ideen im Kopf, wie man den Fußball, den wir gespielt haben, noch ein Stück weit entwickeln kann – und vielleicht auch anpassen müssen. Weil die Gegner sich uns auch anpassen. Er hat sich unglaublich viele Gedanken gemacht.“

Was Kompany laut Eberl besonders motiviert: Er will die deutschen Nationalspieler nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wieder in die Spur bringen: „Er freut sich darauf, dass die Jungs wieder zurück sind. Auch das Ausscheiden der Deutschen – was für die Jungs ein Stück weit deprimierend war – dieses Thema jetzt anzugehen. Die Jungs da rauszuholen und den Fußball spielen lassen, den wir letzte Saison gespielt haben. Genauso erfolgreich, genauso attraktiv und schön.“

Während der Sommerpause haben der Sportvorstand und sein Cheftrainer viel wegen der Kaderplanung telefoniert. Dabei kam das Duo auch auf die Durchschlagskraft im Münchner Angriff zu sprechen: „Wir haben letztens geflachst. Weil er sagte: 3,6 Tore im Schnitt beim FC Bayern, dafür hat er in Burnley acht Spiele gebraucht – und ich in Gladbach vier. Wir haben viel Spaß gehabt. Es macht Spaß, mit ihm über Fußball zu reden. Jeder Spieler bestätigt das. Er hat Bock mehr zu erreichen.“ Das strahlt Kompany am Tegernsee definitiv aus.