Nur 24 Stunden Zeit? Diese PayPal-Mail ist eine Falle – so erkennen Sie die Masche sofort

Konto wird gelöscht: Wer dieser PayPal-Mail glaubt, tappt in eine Falle

Stand: 25.10.2026, 21:32 Uhr

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Online-Bezahldienst Paypal (Symbolbild)

Der Bezahldienst PayPal ist beliebt – und so könnte die gefälschte Mail in viele E-Mail-Postfächer landen. © dpa | Silas Stein

Eine falsche PayPal-Mail droht mit Kontolöschung. Die Verbraucherzentrale warnt: Wer klickt, riskiert seine Daten. So lässt sich der Betrug erkennen.

München – Eine dringende Nachricht im E-Mail-Postfach, angeblich vom Bezahldienst PayPal, und eine Frist von nur 24 Stunden: Mit dieser Masche versuchen Kriminelle derzeit massenhaft, an Zugangs- und Kontodaten von Nutzern zu gelangen. Der WDR und die Verbraucherzentrale NRW warnen vor den betrügerischen Phishing-Nachrichten.

Betrug mit falscher PayPal-Mail: Angebliche Kontoprüfung und neue Richtlinien

Die Absender behaupten in den E-Mails, das PayPal-Konto müsse dringend verifiziert oder aktualisiert werden – häufig unter Verweis auf angeblich neue Sicherheitsrichtlinien. Um das Konto freizuschalten, sollen Empfänger auf einen mitgeschickten Link klicken und dort ihre Log-in-Daten eingeben. Wer nicht innerhalb von 24 Stunden reagiere, dessen Konto werde dauerhaft gesperrt oder gelöscht.

Mit Druck und Drohungen zur Dateneingabe

Die Kriminellen setzen gezielt auf Einschüchterung. Typische Betreffzeilen lauten etwa „Sicherheitsüberprüfung erforderlich“ oder „Ihr Konto wurde vorübergehend eingeschränkt“. Die Verbraucherzentrale stellt klar: Diese E-Mails stammen keinesfalls von PayPal, sondern dienen ausschließlich dem Datendiebstahl.

Woran Betroffene den Betrug erkennen

Die Verbraucherzentrale nennt klare Merkmale, an denen sich die Fälschungen entlarven lassen:

  • Unpersönliche Anrede: Phishing-Mails beginnen oft mit allgemeinen Formeln wie „Hallo und guten Tag“ oder „Sehr geehrter Kunde“. PayPal spricht Kunden in echten Benachrichtigungen stets mit dem im Profil hinterlegten Vor- und Nachnamen an.
  • Unseriöse Absenderadresse: Hinter dem Anzeigenamen verbirgt sich oft eine kryptische E-Mail-Adresse, die nicht auf @paypal.de oder @paypal.com endet.
  • Künstlicher Zeitdruck: Fristsetzungen wie „innerhalb von 24 Stunden“ sind typisch für Phishing.
    Direkte Link-Aufforderung:PayPal fordert Kunden niemals per Mail auf, sensible Daten über einen Link einzugeben.

Was Betroffene tun sollten

Die Verbraucherzentrale rät dazu, die Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keine Links anzuklicken. Auch wird geraten, das Konto im Browser oder per App zu prüfen: Hierzu sollten Nutzer die offizielle PayPal-App öffnen oder die Website durch manuelle Eingabe im Browser öffnen, um nachzusehen, ob echte Benachrichtigungen vorliegen. Hilfreich ist es auch, verdächtige Mails an die Verbraucherzentrale ([email protected]) oder direkt an PayPal ([email protected]) weiterzuleiten.

Wer auf den Betrug hereingefallen ist und Passwörter oder Bankdaten auf der gefälschten Seite eingegeben hat, sollte sofort handeln:

  • Passwort unverzüglich ändern: Loggen Sie sich direkt über die offizielle PayPal-Website ein und ändern Sie Ihr Passwort sowie Sicherheitsfragen.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren.
  • Kontoauszüge & Transaktionen kontrollieren: Informieren Sie den PayPal-Kundenservice über den Vorfall.
  • Bankkonto / Kreditkarte sperren: Wurden Zahlungsdaten preisgegeben, sollten die verknüpften Karten vorsorglich über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116 gesperrt werden.
  • Anzeige erstatten: Bei der örtlichen Polizei oder online über die Onlinewache der Bundesländer Strafanzeige stellen. (Verwendete Quellen: WDR, Verbraucherzentrale) (fh)