Stand: 11.09.2026, 07:33 Uhr
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In einer Woche wird auch in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt – und knapper könnte es kaum sein. Die Linke und die CDU liegen fast gleichauf.
Berlin – Wer zieht am 20. Dezember ins Berliner Rote Rathaus ein? Beste Chancen haben die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, und der CDU-Kandidat Stefan Evers. Folgt man dem letzten „Berlintrend“ von Infratest dimap vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus, kommt die Linkspartei auf 21, die CDU auf 20 Prozent. Die Linke kann um zwei Punkte zulegen, während die CDU um einen Punkt verliert.

Dahinter folgt die AfD mit gleichbleibenden 18 Prozent, die Grünen verlieren zwei Punkte und kommen auf 16, während die SPD einen Punkt hinzugewinnt und bei 12 Prozent landet. Das BSW, das erstmals in Berlin antritt, wäre mit 4 Prozent nicht im Abgeordnetenhaus vertreten, die FDP wird einzeln gar nicht mehr aufgeführt. Auf Basis dieser Zahlen kommt die Regierende Bürgermeisterin beziehungsweise der Regierende Bürgermeister entweder von der Linken oder von der CDU – weil eine Dreierkoalition notwendig sein dürfte und in der Hauptstadt niemand mit der AfD zusammenarbeitet. Ein Grünen-Sieg ist aktuell eher unwahrscheinlich.
Wer soll den Berliner Senat nach der Wahl anführen? Linke und CDU gleichauf
Abgefragt wurde auch, welche Partei am ehesten den Senat anführen soll: Hier votierten die Befragten zu 34 Prozent für eine CDU-Führung, 28 Prozent entschieden sich für die Linken und 19 Prozent befürworteten einen Grünen-geführten Senat. Beschränkt sich die Möglichkeit auf CDU und Linke, ergibt sich ein Unentschieden: Jeweils 42 Prozent würden sich für einen CDU-geführten oder eben Linken-geführten Senat entscheiden.
Transparenz
Die zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung wurde zwischen dem 7. und 9. September 2026 durchgeführt. Befragte wurden 1527 Befragte (896 Telefoninterviews und 631 Online-Interviews). Die Fehlertoleranz beträgt zwischen 2 und 3 Prozentpunkten. Forschungsinstitut ist Infratest Dimap.
Der „Berlintrend“ hat ebenso die Popularität der Spitzenkandidaten abgefragt. Hier zeigt sich, dass keiner derzeit herausragend überzeugt. Elif Eralp von der Linken trauen 23 Prozent das Amt der Bürgermeisterin zu; Stefan Evers, der Kai Wegner nach dessen Rückzug ablöste, halten 22 Prozent für befähigt für das Amt. Werner Graf von den Grünen ist mit 11 Prozent abgeschlagen.
Der neue „Berlintrend“ ist nicht das letzte Stimmungsbild vor der Wahl. Am Freitag (11.) und am Donnerstag (17.) werden weitere Umfragedaten der Forschungsgruppe Wahlen erwartet.
Wahlumfragen sind keine Prognosen – sondern Stimmungsbilder
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. (Quellen: Tagesschau, dpa) (ktho)