Kurioses auf Wahlzetteln – Wahlausschüsse Uslar und Bodenfelde stellen amtliche Ergebnisse fest

Stand: 16.09.2026, 18:42 Uhr

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ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Frau macht am 18.08.2017 in Stuttgart (Baden-Württemberg) ein Kreuz auf einem Wahlzettel. (zu dpa „Bericht: Sicherheitslücken in Bundestagswahl-Software entdeckt“ vom 07.09.2017) Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Eindeutig erkennbarer Wählerwille: Ein Kreuz im Kreiskästchen (Symbolbild) auf einem Wahlzettel gilt als richtig abgegebene Stimme. © Sebastian Gollnow/dpa

Uslar/Bodenfelde – Am Dienstagabend haben die Wahlausschüsse der Stadt Uslar und der Gemeinde Bodenfelde zeitgleich getagt. Danach stand das amtliche Endergebnis der Kommunalwahl fest, das die Stadt und der Flecken jetzt weitermelden. In Bodenfelde lief laut Nicole Michalke „alles so durch, wie es die Teams in den vier Wahllokalen festgestellt haben“, sagte sie der HNA. Die vorläufigen Ergebnisse seien im Flecken auch die endgültigen.

Anders in Uslar. Da musste der Wahlleiter Bernd Klodner im Rathaus wegen Stimmgleichheit von zwei Kandidaten für den Wienser Ortsrat ein Los ziehen. So schaffte Werner Fillmer mit 61 Wählerstimmen den Sprung in das Dorfgremium, Dirk Lange mit ebenfalls 61 Stimmen indes nicht. Er ist möglicher Nachrücker, wenn in der Legislaturperiode ein Ortsratsmitglied ausscheidet.

Außerdem entschied der Uslarer Wahlausschuss in seiner Sitzung, dass einige in den 23 Wahllokalen als „ungültig“ gewertete Stimmzettel doch gültig sind.

Der Wahlausschuss hat gemäß den Richtlinien als „erkennbaren Wählerwillen“ gewertet, wenn jemand drei Kreuze bei einer Partei und weitere drei Kreuze bei einem Kandidaten gemacht hatte. Auswirkungen auf das Gesamtergebnis der Landrats-, Kreistags-, Bürgermeister- oder Stadt- und Ortratswahlen habe das aber nicht, sagte Klodner, weil die Stimmabstände jeweils zu groß waren.

Die Mitglieder der Wahlausschüsse in Uslar und Bodenfelde haben alle ungültigen Wahlzettel in Augenschein genommen. In Bodenfelde seien – wie auch bei anderen Wahlen üblich – häufig einfach zu viele Kreuze auf den Kreistags-, Gemeinderats- und Ortsrats-Wahlzetteln gemacht worden, sagte Nicole Michalke. Stimmzettel ohne Kreuze gelten als nicht abgegebene Stimmen. Allein beim Gemeinderat gab es demnach 52 ungültige Stimmzettel. Wenige Wähler haben ein Kreuz über alles gemacht und andere waren durch Schmierereien und Krickeleien mehr oder weniger kreativ.

Ähnlich „kreative“ Wahlzettel gab es auch im Uslarer Land. Da war es kurios und auffällig zugleich, dass bei der AfD einige Wähler offenbar mit Nachdruck wollten, dass die Partei viele Stimmen erhält. Auf über einem Dutzend Wahlzetteln gab es jeweils drei Kreuze bei der Partei und auch noch jeweils drei Kreuze bei allen Bewerbern dieser politischen Gruppierung. Die Folge: Die Wahlzettel sind alle ungültig. Ungeklärt blieb indes, wie zwei Ortsrats-Wahlzettel aus Allershausen in die Wienser Wahlurne gelangten.

Klodner dankte am Ende der Sitzung des Wahlausschusses allen an den Wahlen beteiligten Personen und lobte, dass es nur kleinere technische Korrekturen gab. Ähnlich war es in Bodenfelde. Jetzt hoffe man auf genügend Wahlhelfer bei den Bürgermeister-Stichwahlen am 27. September.

Ortsrat Volpriehausen

In unserer Wahlberichterstattung am Mittwoch haben wir das Ergebnis aus Volpriehausen versehentlich nicht aufgeführt. Das holen wir hier nach. Dem neuen siebenköpfigen Ortsrat Volpriehausen gehören an: Sonja Gierke (385 Stimmen), Henrik Schwarz (332), Thorsten Möhlenhoff (129), Tatjane Liebner (122), Ulrich Otte (90), Dennis Exner (82), Sabine Sorge-Stülzebach (68), Harry Musiol (63) und Peter Tischbier (61). (jde)