Bundesliga: Lieblingsgegner Altach wartet auf Sturm

Bundesliga

Nach dem Ausscheiden in der Qualifikation zur UEFA Champions League wartet auf Sturm Graz in der heimischen Liga mit dem SCR Altach eine vermeintliche Pflichtaufgabe. Zehn Ligaspiele in Folge sind die Grazer gegen die Vorarlberger ungeschlagen. Der Underdog aus Altach will die „furchtbar schlechte“ Serie brechen und pocht gegen Ex-Trainer Fabio Ingolitsch auf eine Überraschung.

Online seit gestern, 15.50 Uhr

Statt des Play-off in der Königsklasse rückt bei Sturm nun vorerst das nationale Tagesgeschäft in den Mittelpunkt, ehe Mitte September die Europa League beginnt. „Das Gefühl des Verlierens war neu“, sagte Ingolitsch im Rückblick auf das 0:1 gegen Fenerbahce, die erste Pflichtspielheimniederlage seiner Ära. „Ich hoffe, dass wir schnell auf die Siegerstraße zurückkehren.“

Mit Altach und Lustenau wartet auf den heimischen Vizemeister ein Vorarlberger-Doppel, in dem die Grazer vor den eigenen Fans jeweils Siege fest eingeplant haben. Danach wird das Programm in der Liga „knackig“: Es warten Duelle mit Rapid (auswärts), Meister LASK (Heimspiel), Salzburg (auswärts) und der Wiener Austria (auswärts).

Torjäger Kiteischwili fällt weiter aus

Während Abwehrschrank Jeyland Mitchell laut Medienberichten vor dem Absprung steht, bremsten Verletzungsgründe zuletzt Sturms wichtigsten Spieler aus. „Otar Kiteischwili hat den Belastungsaufbau letzte Woche nicht gut vertragen“, berichtete Ingolitsch über die hartnäckige Wadenblessur des Torjägers. Einen Zeitpunkt für die Rückkehr des Spielmachers konnte der Coach nicht nennen.

Das Duell mit Altach ist für Ingolitsch ein Wiedersehen mit altbekannten Gesichtern. „Auf uns wartet ein stabiler Gegner, der schwer zu schlagen ist. Deswegen werden wir kämpfen, kratzen, beißen müssen, um den Sieg auf unsere Seite zu ziehen.“ In Graz ist Altach zuletzt ein gern gesehener Gast. Der letzte Punktegewinn der Vorarlberger in der steirischen Hauptstadt jährt sich im Dezember zum siebenten Mal.

Bundesliga, dritte Runde

Samstag, 19.30 Uhr:

Sturm Graz – SCR Altach

Graz-Liebenau, SR Jäger

Mögliche Aufstellungen:

Sturm: Chudjakow – Heil, Vallci, Mitchell, Soglo – S. Seidl, Gorenc Stankovic, Weinhandl, Hödl – Kayombo, Jatta

Altach: Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Niehoff, Demaku, Bähre, Böckle – Massombo, Greil – Diawara

Zaric will „furchtbar schlechte“ Serie brechen

Die Negativserie verlangte Altach-Trainer Ognjen Zaric nur ein mildes Lächeln ab. „Ich habe es mitbekommen, dass es eine furchtbar schlechte Serie gegen Sturm gibt“, sagte Zaric. „Im Idealfall können wir die Serie brechen.“ Man wolle den mit drei Punkten guten Ligastart nach Graz mitnehmen. „Es ist immer eine positiv-hitzige Kulisse dort und ein Gegner, der enorm viel Qualität hat. Wir wissen, dass wir unser Leistungsmaximum erreichen müssen, um dort zu bestehen“, sagte Zaric.

Die Altacher werden jedoch auf Offensivspieler Yann Massombo verzichten müssen. Der 26-Jährige entschied sich nach dem Abschlusstraining dazu, die Reise nach Graz nicht anzutreten. „Als Grund nannte er einen Wechselwunsch. Im Nachgang stellte sich heraus, dass der morgige Gegner Sturm Graz bereits in den letzten Wochen und zuletzt am heutigen Vormittag Kontakt mit dem Spieler aufgenommen hatte“, schrieb der Club.

Altach bestreitet zum Saisonstart lauter Auswärtsspiele bei den vermeintlichen Ligatopteams. Nach Rapid (0:1) und Sturm gastieren die Vorarlberger noch bei Meister LASK, ehe es zur ersten länderspielbedingten Pause kommt. „Das ist sicher kein Zuckerschlecken, und trotzdem glaube ich, ist es für einen Spieler das Geilste“, meinte Zaric mit Blick auf stimmungsvolle Kulissen.