Liv Lisa Fries nahm zehn Kilo ab und atmete durch einen Strohhalm – für eine einzige Rolle

Stand: 24.09.2026, 20:00 Uhr

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Zehn Kilo weniger und Sprints durchs Treppenhaus: So extrem bereitete sich „Babylon Berlin“-Star Liv Lisa Fries auf eine ihrer Rollen vor.

Berlin – Liv Lisa Fries (35) gibt für ihre Rollen alles: Für das Drama „Und morgen Mittag bin ich tot“ aus dem Jahr 2013 ging sie an ihre Grenzen. Laut teleschau nahm die gebürtige Berlinerin zehn Kilogramm ab, um eine Frau zu spielen, die an Mukoviszidose leidet. Damit nicht genug.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit promiflash.de

Um die Auswirkungen der Stoffwechselkrankheit auf die Atmung nachzuempfinden, lief die damals noch junge Schauspielerin sogar Treppenhäuser hinauf und atmete dabei ausschließlich durch einen Strohhalm. So wollte der „Babylon Berlin“-Star am eigenen Leib nachvollziehen, wie stark die Erkrankung die Lunge und somit die Atmung der Betroffenen beeinträchtigt.

„Babylon Berlin“-Star Liv Lisa Fries.

„Babylon Berlin“-Star Liv Lisa Fries. © IMAGO / Sven Simon

Auch bei anderen fordernden Figuren betrieb sie einen enormen Aufwand. Bevor sie 2021 in „Hinterland“ eine Gerichtsmedizinerin verkörperte, ging sie für ihre Recherche an die Berliner Charité und schaute dort sogar bei Obduktionen zu.

Bauchgefühl statt Method Acting: Livs Weg zur Rolle

Die Eindrücke aus der Klinik ließen Liv nicht kalt, wie sie der Berliner Zeitung schilderte: „Das war ein heftiges Erlebnis. Mir war gar nicht klar, dass um 7.30 Uhr in dieser Stadt parallel fünf Leichen aufgeschnitten werden.“ Ihre Vorbereitung auf „Und morgen Mittag bin ich tot“, die dem Bericht zufolge an Method Acting grenzte, machte sich am Ende auch beruflich bezahlt.

Für ihre Darstellung wurde die Schauspielerin mit drei Filmpreisen ausgezeichnet. Liv nimmt jedoch nicht jedes Projekt an. Bei der Entscheidung für oder gegen ein Drehbuch lässt sie sich laut eigener Aussage vor allem von ihrem Bauchgefühl leiten. „Wenn sich das nicht echt anfühlt, will ich’s lieber lassen“, erklärte sie im Interview.

Wenn eine Figur sie dagegen berührt und inspiriert, geht sie die Aufgabe konsequent an – von einem Dreh zum nächsten hetzt sie nach eigener Aussage aber nicht.

Von Charlotte Ritter in „Babylon Berlin“ bis zum Rückzug nach Brandenburg

Einem breiten Publikum wurde Liv als Charlotte Ritter in „Babylon Berlin“ bekannt. Die fünfte und finale Staffel läuft am 19. und 25. September jeweils mit vier Folgen ab 20.15 Uhr im Ersten sowie in der ARD Mediathek und auf Joyn. Ihre Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckte sie schon als Kind – ein Vorbild war Natalie Portman (45), die mit 13 Jahren in „Léon – Der Profi“ zu sehen war.

Volker Bruch und Liv Lisa Fries in einer Folge „Babylon Berlin“.

Volker Bruch und Liv Lisa Fries in einer Folge „Babylon Berlin“. © picture alliance/dpa/ARD | Achim von Borries

Nachdem ihre Szenen in „Elementarteilchen“ herausgeschnitten worden waren, übernahm Liv 2007 in „Schimanski – Tod in der Siedlung“ die Rolle einer Jugendlichen aus schwierigen familiären Verhältnissen. Über ihr Privatleben gibt sie der Öffentlichkeit hingegen konsequent keine Einblicke.

Pankow nennt sie ihren Kiez, seit 2020 lebt sie zusätzlich zurückgezogen in einem Dorf in Brandenburg und pendelt zwischen Stadt und Land. Wird ihr eine Situation zu viel, meldet sich ihr Körper mit Bauchschmerzen – dann versucht sie laut Joyn, schnell etwas zu ändern.