Iran: Werden bei US-Rückkehr zu Interimsabkommen umgehend nachziehen
Iran wird nach den Worten seines Präsidenten Massud Peseschkian umgehend nachziehen, sollten die Vereinigten Staaten zu ihren Verpflichtungen aus einem im Juni unterzeichneten vorläufigen Abkommen zurückkehren. Dies sagte Peseschkian auf dem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Bischkek, wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtet. Am Wochenende hatte es erneut Angriffe der USA auf Iran sowie Vergeltungsschläge in der Region gegeben, nachdem es seit Ende Juli vergleichsweise ruhig geblieben war. Zudem hatten die USA vor einer Woche neue Sanktionen gegen Iran angekündigt.
Vanessa Angermann
Wieder Tanker in Straße von Hormus angegriffen
In der Straße von Hormus ist abermals ein Öltanker angegriffen worden. Er sei während der Ausfahrt aus der Meerenge von „drei unbekannten Geschossen“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall habe sich rund 30 Kilometer östlich des omanischen Ortes Khasab ereignet. Es gebe keine Verletzten.
G20-Treffen: USA wollen den Iran wirtschaftlich isolieren
US-Finanzminister Scott Bessent will mit Hilfe der G20-Gruppe Iran wirtschaftlich isolieren. „Wir werden weiterhin Druck ausüben“, sagte Bessent am Montag zum Auftakt eines zweitägigen Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrie- und Schwellenländer in Asheville im US-Bundesstaats North Carolina. Darüber habe er mit den Partnerländern bilateral bereits „sehr gute Gespräche geführt“, sagte Bessent, der das Treffen leitet. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne, der neben Deutschland und der EU unter anderem auch China angehört. Bessent sagte weiter, das Vorgehen zur wirtschaftlichen Isolierung Iran könnte „binnen Wochen oder Monaten“ Erfolge zeigen.
Die US-Regierung hatte vor einer Woche neue Sanktionen gegen Iran und seine Handelspartner verkündet. Künftig wollen die USA alle Länder ächten, welche mit Teheran Geschäfte in Schlüsselsektoren machen. Dazu gehören neben der Ölbranche unter anderem technologische Güter sowie die Luft- und Schifffahrt. Der französische Finanzminister Roland Lescure setzt beim Thema Iran auf eine enge Abstimmung mit den USA. „Die USA haben eine Vorstellung davon, wie die Sanktionen verschärft werden können“, sagte Lescure in Asheville. „Wir werden mit ihnen besprechen, ob wir dabei helfen können“, sagte er. Die USA setzen daneben auch auf militärischen Druck auf Teheran. Erstmals seit rund einem Monat hatten die US-Armee und der Iran am Wochenende wieder gegenseitig Ziele in der Golfregion angegriffen.
Deutschland wird in Asheville durch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Bundesbankchef Joachim Nagel vertreten.
Trump: „Iran ist eine gescheiterte Nation“
Der amerikanische Präsident Donald Trump hat Iran als „gescheiterte Nation“ bezeichnet und die Führung scharf angegriffen. „Iran ist offiziell eine gescheiterte Nation“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Das Land sei „tot“. Es habe keine Marine, keine Luftwaffe, keine Währung mehr, es bezahle Soldaten oder Polizisten nicht, es gebe eine hohe Inflation und die Führung befinde sich in „völliger Unordnung“ und sei nicht in der Lage, das Land angemessen zu vertreten.
Er forderte zudem eine Anklage gegen die Verantwortlichen nach dem Tod von Demonstranten. „Sie müssen wegen Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden“, schrieb Trump. Die USA erkennen den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, der Kriegsverbrechen verfolgt, allerdings an. Trump geht sogar mit Sanktionen gegen das Gericht vor.
Iran meldet zwei Tote durch US-Angriff auf Insel Larak
Bei den jüngsten US-Angriffen in Iran sind iranischen Staatsmedien zufolge zwei Menschen getötet worden. Bei dem Angriff auf die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus am Sonntagabend „gab es zwei Märtyrer und mehrere weitere Menschen wurden verletzt“, sagte der Gouverneur der Nachbarinsel Keschm, Hossein Amir Tejmuri, laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Irna vom Montag.
Emirate melden Drohne über Hoheitsgewässern
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben bestätigt, dass eine Drohne aus Iran über ihren Hoheitsgewässern entdeckt worden ist. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums reagierte die Luftwaffe der VAE auf die Drohne, die aus Richtung Irans gekommen sei. Einzelheiten gab das Ministerium zunächst nicht bekannt.
Angaben des Staatsfernsehens in Teheran, nach denen iranische Streitkräfte einen von den USA genutzten Stützpunkt in den Emiraten angegriffen hätten, wies die Armee der VAE jedoch zurück. Berichte über einen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Minhad „entbehren jeder Grundlage“, teilte das Verteidigungsministerium in Dubai am Montag auf der Plattform X mit.
Die iranische Armee hatte zuvor laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim von einem Angriff mit Dutzenden Drohnen auf ein Ziel in den Emiraten gesprochen. Demnach wurde der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai ins Visier genommen.
Iran: Verurteilen US-Angriffe „aufs Schärfste“
Die iranische Regierung hat die jüngsten US-Angriffe auf die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus „aufs Schärfste“ verurteilt. Die iranische Armee habe „im Einklang mit dem ihr zustehenden Recht auf legitime Verteidigung“ auf die „militärische Aggression“ der USA reagiert, teilte das iranische Außenministerium am Montag mit.
Sabrina Frangos

Iran: Drohnenangriff auf Basis in Vereinigten Arabischen Emiraten
Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben am frühen Morgen den Luftwaffenstützpunkt Al-Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) mit Drohnen angegriffen. Ziel seien Bereiche der Basis gewesen, in denen US-Truppen und Hubschrauber stationiert seien, berichtet das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf eine Mitteilung der Armee. Der Angriff sei eine Reaktion auf die Tötung von Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden und Zivilisten auf der Insel Larak, heißt es in der Erklärung weiter. Eine Stellungnahme der Regierung der VAE oder des dortigen Verteidigungsministeriums lag zunächst nicht vor.
Verlängerung von Iran-Einsatz untragbar? Pentagon dementiert
Das US-Verteidigungsministerium dementiert zumindest in Teilen einen Bericht, wonach mehrere ranghohe US-Militärs vor einer Verlängerung des US-Einsatzes gegen Iran warnen. „Vieles davon ist schlichtweg falsch“, schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X. Er betonte, dass die Veröffentlichung streng geheimer Lageberichte ein „Verbrechen“ sei.
Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärte Parnell, der Artikel sei „ein schlecht recherchierter Bericht voller Ungenauigkeiten“. Zu internen operativen Abläufen oder bestimmten Risikobewertungen wolle er sich nicht öffentlich äußern.
Zuvor hatte die „Washington Post“ unter Berufung auf mit einem geheimen Dokument vertraute Personen berichtet, dass mehrere hochrangige US-Militärs Verteidigungsminister Pete Hegseth darauf hingewiesen hätten, dass eine Verlängerung großangelegter Operationen gegen Iran nicht tragbar sei. Die Fähigkeiten der Streitkräfte, Bedrohungen auch in der Heimat abzuwehren, könnten dadurch eingeschränkt werden, schrieb die Zeitung. Sie berief sich auf das sogenannte Secretary of Defense Orders Book – eine Übersicht über die weltweite Verfügbarkeit von US-Kriegsschiffen, Flugzeugen, Personal und Waffensystemen.
Sabrina Frangos

Trump: Irans Ölzentrum auf Insel Chark wird „in Stücke gerissen“
US-Präsident Donald Trump zufolge wird das iranische Ölzentrum auf der Insel Chark von den USA „in Stücke gerissen“. In den sozialen Medien nennt er jedoch keine weiteren Details. Ein beigefügtes Video, das gewaltige Explosionen zeigt, ist einer Überprüfung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wahrscheinlich künstlich generiert. Zuvor haben US-Streitkräfte zwei Raketenwerfer auf einer anderen Insel angegriffen. Dies sind die ersten bekannten US-Angriffe auf Iran seit Ende Juli.
Als Reaktion darauf feuert Iran auf US-Stützpunkte in Jordanien. Über Chark wurden 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt, bevor am 28. Februar der durch US- und israelische Angriffe ausgelöste Krieg begann. Ein Angriff auf die Insel würde den Energiehandel der Islamischen Republik massiv stören und die Wirtschaft stark unter Druck setzen. Stellungnahmen des Weißen Hauses, des US-Verteidigungsministeriums oder aus den iranischen Medien liegen zunächst nicht vor.
Sabrina Frangos

US-Finanzminister: Planen wöchentlich neue Sanktionen gegen Iran
Das US-Finanzministerium plant nach den Worten von Scott Bessent wöchentlich neue Sekundärsanktionen gegen Iran. Zunächst stünden Banken im Fokus, sagt Bessent der Nachrichtenagentur Reuters. Man werde den Geldhäusern klarmachen, dass es nicht in Ordnung sei, iranisches Geld zu verwalten und das Regime zu unterstützen. Der nächste Schritt könne sein, ein Institut vollständig vom dollarbasierten Finanzsystem abzuschneiden. Bessent will diese Botschaft auch beim anstehenden Treffen der G20-Finanzminister übermitteln: Wer die wirtschaftlichen Beziehungen zu Iran nicht kappe, müsse mit Sekundärsanktionen rechnen.
Sabrina Frangos

Fox News: Iran greift US-Truppen in Jordanien an
Iran greift einem Bericht des US-Senders Fox News zufolge US-Truppen in Jordanien an. Bislang gebe es keine größeren Auswirkungen, schreibt ein Reporter des Senders auf der Plattform X unter Berufung auf einen US-Insider. Fast alle Raketen seien abgefangen worden.
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