Stand: 20.07.2026, 18:49 Uhr
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Der 23-jährige Offensivspieler wechselt zu den Kickers Offenbach und trifft dort auf seinen früheren Trainer. Unter Zimmermann erzielte Schmid in der Saison 2022/23 beim 1. FC Köln II 13 Tore in 29 Spielen.
Offenbach – Mark Zimmermann war schon fast in Richtung Kabinentrakt abgebogen, als der Coach des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach nach dem Auftakttraining eine kleine Gruppe sah und ansprach: „Familie Schmid, richtig?“ Richtig! Einige Verwandte waren gekommen, um Zugang Maximilian Schmid bei der Arbeit zuzusehen. Der Weg ist ja nicht weit. Die Schmids wohnen in Ranstadt bei Nidda. „Über die A45 ist man in 38 Minuten da“, sagt der gebürtige Hanauer.
Beim 1. FC Köln viele Erfahrungen gemacht
Die Nähe zum Rest der Familie war einer der Gründe dafür, dass Schmid, der mit seiner Frau einen anderthalbjährigen Sohn hat, zu den Kickers gewechselt ist. „Das gesamte Paket hat gepasst“, sagt der 23-jährige Offensivmann. „Offenbach ist ein Topverein, der nicht in die Regionalliga gehört. Wieder in der Heimat und bei der Familie zu sein, ist natürlich auch schön. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren ebenfalls top.“ Vor allem die mit Zimmermann.
„Das hat natürlich auch eine große Rolle gespielt. Ich kenne Mark aus meiner U 23-Zeit beim 1.FC Köln“, erzählt Schmid. Unter Zimmermann als Trainer spielte er 2022/23 seine bislang beste Saison. 29 Partien absolvierte er seinerzeit in der Regionalliga West, erzielte dabei 13 Tore und bereitete vier vor. Sechseinhalb Jahre stand Schmid, der auch in den Leistungszentren des FSV Frankfurt und des FSV Mainz 05 ausgebildet wurde, insgesamt bei den „Geißböcken“ unter Vertrag. „Die komplette Zeit in Köln war für mich sehr wichtig, weil ich dort viele Erfahrungen gemacht und viel erlebt habe.“ Angefangen vom Gewinn der deutschen Meisterschaft der B-Junioren bis zu einem Kurzeinsatz in der Conference League. In der Bundesliga saß Schmid zweimal auf der Bank, wurde aber nicht eingewechselt.
In seine Kölner Zeit fiel auch eine Saison als Leihspieler beim niederländischen Zweitligisten Roda JC. „Das Körperliche spielte dort nicht so eine große Rolle wie hier in Deutschland“, sagt er. „Aber fußballerisch war es top, weil alle gut ausgebildet waren. Teilweise spielte man vor über 20 000 Zuschauern. Das war schon cool.“ Auch für ihn persönlich war es eine erfolgreiche Zeit: Er kam 33 Mal zum Einsatz, erzielte sechs Tore und bereitete drei vor. Roda JC schaffte es zudem in die Play-offs, scheiterte dort aber in der ersten Runde an NAC Breda.
Zur Person
Alter: 23 Jahre - Geburtsort: Hanau - Position: Stürmer - Rückennummer: 9 - Größe: 1,84 m - Vorherige Vereine: SV Ranstadt, SF Oberau, JFC Frankfurt, FSV Frankfurt, Mainz 05 (alle Jugend), 1.FC Köln (Jugend und Senioren), Roda JC, Erz. Aue - Erfolge: Deutscher U 17-Meister mit Köln (2019), Länderspiele für die DFB-U 15 (1) und -U 16 (2), Sachsenpokalsieger mit Aue (2026)
In Köln machte Schmid nach seiner Rückkehr noch 15 Spiele für die zweite Mannschaft, ehe er in der Winterpause der Saison zum Drittligisten Erzgebirge Aue wechselte. „Als ich kam, waren wir nur wenige Punkte von einem Aufstiegsplatz entfernt. Dann gab es Unruhe auf allen Ebenen, die kam leider nicht mehr wirklich raus.“ In der Folgesaison stieg Aue ab. Ein schwerer Schlag für eine ganze Region: „Dort ist Erzgebirge Aue für alle sehr groß und wichtig.“
Nun also der Neuanfang bei den Offenbacher Kickers, wo nicht nur für Schmid alles besser werden soll. „Ich habe extrem Bock, will mit den Jungs eine geile Saison spielen, Spaß haben und hoffe, dass wir das Stadion abfackeln.“ Er soll dazu seinen Teil als zweite Spitze beitragen. „Ich bin keiner, der die Bälle nur festmacht“, betont der Angreifer. „Ich will auch mal entgegenkommen und den Ball haben. Ich mag es aber auch, wenn ich ihn in die Tiefe gespielt bekomme.“ Das nötige Tempo hat er. „Ich war in Aue einer der Schnellsten“, sagt der Mann mit der Nummer neun. „Ich bin eher der wuselige Typ.“
Im Test gegen den Karlsruher SC II konnte er das erstmals zeigen. Seine Mutter schaute zu. Für seinen Sohn war der Zeitpunkt am Nachmittag hingegen unpassend, weil er dann schläft. Das Wort „Tor“ kann der Junior schon sagen. Vielleicht sorgt der Papa mehrmals für einen Grund, es zu tun. Nicht nur der Rest der Familie würde sich darüber freuen.