Stand: 28.08.2026, 19:00 Uhr
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Gelsenkirchen, Frankfurt und Leipzig – das sind die drei Städte, deren Fußball-Erstligisten über eine Kapelle in ihrem Stadion verfügen. Doch auch andere Vereine haben besondere Angebote.
Bonn – Am Freitag beginnt die neue Saison in der Fußball-Bundesliga. Im Eröffnungsspiel treffen der FC Bayern und der VfB Stuttgart aufeinander. Was beide Vereine gemeinsam haben: Ihre Stadien verfügen über keine Stadionkapelle. Das ist bei drei Bundesligisten anders. Ein Überblick.
Artikel der KNA
Dieser Beitrag stammt von der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
- Die älteste und wohl bekannteste Stadionkapelle befindet sich in der Veltins-Arena auf Schalke. Das Stadion feierte jüngst sein 25-jähriges Jubiläum, die Kapelle wurde am 12. August 2001 eingeweiht. Laut Verein wurden dort seitdem mehr als 2.000 Kinder getauft, 700 Trauungen und Jubiläen gefeiert sowie Verstorbener gedacht und für Opfer von Katastrophen gebetet. Die Kapelle versteht sich als „ökumenische Begegnungsstätte über die Konfessionen hinweg“.
- Der Deutsche Bank Park in Frankfurt verfügt seit 2011 über eine Kapelle, die zu gleichen Teilen von der katholischen und der evangelischen Kirche finanziert wurde. „Unsere Kapelle steht Menschen jeden Glaubens und jeder Überzeugung offen. Gemeinsame Werte wie Fairplay, Respekt und Gemeinschaft verbinden uns alle“, heißt es auf der Internetseite, über die Termine für Taufen und Trauungen angefragt werden können.
- Im Nordgebäude der Red Bull Arena Leipzig befindet sich seit 2018 eine ökumenische Stadionkapelle, die der christliche Fanclub „Holy Bulls“ in Eigenleistung renoviert und eingerichtet hat. Mitglieder des Clubs und andere Fans können an Heimspieltagen in dem rund 40 Quadratmeter großen Raum zusammenkommen.
- In Mainz soll beim Bau des Stadions 2011 über eine Stadionkapelle nachgedacht worden sein. Kardinal Lehmann soll darauf geantwortet haben: „Wozu? Wir haben doch den Dom.“

- In einigen Stadien sind trotz fehlender Kapelle besondere Feiern möglich. So bietet das Bremer Weserstadion standesamtliche und freie Trauungen in seinen Räumlichkeiten an. Ähnlich ist es in Dortmund, wo die Stadt zusammen mit dem BVB standesamtliche Trauungen in Räumlichkeiten des Signal Iduna Parks anbietet. Einen besonderen kirchlichen Bezug schafft der Verein mit der BVB-Gründerkirche: Die Dreifaltigkeitskirche in der Innenstadt wird aktuell zu einer wahren Fußball-Kirche umgebaut.
- Hamburg besitzt zwar keine Stadionkapelle, aber den ersten Fußball-Pilgerweg Deutschlands. Er führt an für den HSV wichtigen historischen Orten entlang bis zum Volksparkstadion.
- In Mönchengladbach ist die Nordkapelle der Grabeskirche Sankt Josef mit Urnenstelen für Fans in den Farben der Borussia gestaltet.
- In Köln wird traditionell am Tag des ersten Heimspiels der Saison vor dem Stadionbesuch ein ökumenischer Gottesdienst im Kölner Dom angeboten. Im vergangenen Jahr nahmen rund 4.000 Fans daran teil. Für die erste Saison im Oberhaus bietet auch die evangelische Kirche im saarländischen Elversberg in diesem Jahr erstmals einen solchen ökumenischen Gottesdienst an.
- Die Evangelische Kirche in Stuttgart bietet an spielfreien Tagen Taufen und Trauungen in der MHP Arena an.
- In der 2. Bundesliga verfügen das Berliner Olympiastadion als Heimspielstätte von Hertha BSC und die Volkswagen Arena in Wolfsburg über Kapellen.