Mercedes-Seltenheit einer Fußball-Legende steht zum Verkauf

Mercedes-Seltenheit von Fußball-Legende Davor Šuker zu verkaufen

Der Mercedes SL 60 AMG eines ehemaligen WM-Torschützenkönigs Davor Šuker wartet im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt. Alle Infos zum Angebot.

Bild: Kultwagenhalle

  • Alexander Warneke

15. August 2026, 16:03 Uhr

633 Exemplare sind schon wenig. Doch dieser Mercedes

SL 60 AMG

soll selbst innerhalb der kleinen R129-AMG-Serie ein Einzelstück sein: Laut Anbieter wurde nur ein Fahrzeug in "Aquamarinblau Metallic" gebaut. Und dessen erster Besitzer war kein Unbekannter, sondern der kroatische Fußball-Star Davor Šuker. Jetzt steht der besondere Roadster für 99.000 Euro zum Verkauf.

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Šuker gehörte in den 1990er-Jahren zu Europas bekanntesten Stürmern. Der Händler gibt an, dass der Mercedes laut Originalrechnung im März 1997 in Madrid an den damaligen Real-Madrid-Profi ausgeliefert wurde. Ein Jahr später wurde Šuker mit den Königlichen Champions-League-Sieger und mit Kroatien WM-Dritter sowie Torschützenkönig des Turniers.

Mercedes SL 60 AMG mit besonderer Historie

Die Geschichte des Autos soll aber noch eine weitere Besonderheit bereithalten. Nach Angaben des Verkäufers ist der Wagen von AMG als erstes Fahrzeug zertifiziert worden, das nicht über AMG, sondern als reiner

Mercedes-Benz

ausgeliefert wurde. Entsprechende Dokumente zur Historie sowie zahlreiche Servicebelege sollen vorhanden sein.

Das macht eine gründliche Prüfung der Unterlagen bei diesem SL besonders wichtig. Denn ein Teil des aufgerufenen Preises dürfte sich gerade aus dieser außergewöhnlichen Provenienz erklären. Originalrechnung, AMG-Zertifikat und Besitzhistorie sollten sich deshalb lückenlos nachvollziehen lassen.

Gebrauchtwagenmarkt

Titelbild des Angebotes

Auch bei den Datumsangaben lohnt sich ein genauer Blick: Während der Händler von einer Auslieferung im März 1997 spricht, ist in den technischen Daten eine Erstzulassung im Dezember 1997 hinterlegt. Das muss kein Widerspruch zur Fahrzeuggeschichte sein, sollte anhand der Originaldokumente aber geklärt werden.

Technisch ist bereits ein gewöhnlicher SL alles

andere

als gewöhnlich. AMG vergrößerte den V8 des R129 auf 5956 Kubikzentimeter. Heraus kamen 381 PS und laut Anbieter 580 Nm Drehmoment. Die Kraft wird über eine Automatik an die Hinterräder geschickt. Hinzu kommt das AMG-Technikpaket. Optisch unterscheiden Frontspoiler, Seitenschweller und Heckschürze das Spitzenmodell von seinen zahmeren Geschwistern. Besonders prägnant sind die zweiteiligen 18-Zoll-AMG-Räder mit 245er-Reifen vorne und mächtigen 275ern an der Hinterachse.

Interessant ist auch die Laufleistung: Nur 78.306 Kilometer zeigt der Tacho. Lediglich zwei Halter werden angegeben. Der zweite Besitzer soll den SL 2018 übernommen und nach Deutschland gebracht haben. Auch die Farbkombination fällt ungewöhnlich aus. Außen trägt der Mercedes "Aquamarinblau Metallic", innen schwarzes Vollleder. Das Stoffverdeck ist ebenfalls schwarz.

Dabei war der Wagen nicht nur schnell, sondern für die 1990er-Jahre ausgesprochen aufwendig ausgestattet. Das adaptive Dämpfungssystem ADS ist ebenso vorhanden wie elektrisch verstellbare Sitze mit Memory-Funktion, Sitzheizung und orthopädische Rückenlehnen.

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Darauf müssen Käufer achten

99.000 Euro sind trotzdem eine Ansage. Wer so viel Geld für einen fast 30 Jahre alten Mercedes ausgibt, sollte sich nicht allein auf Modellbezeichnung und prominenten Erstbesitz verlassen. Karosserie, Verdeckhydraulik, ADS-Fahrwerk, Motor und Automatik verdienen ebenso Aufmerksamkeit wie mögliche Korrosion und die langfristige Wartungshistorie.

Noch wichtiger ist bei genau diesem Exemplar die Authentizität. Stimmen Farbe, Produktionsgeschichte, AMG-Zertifizierung und Šuker-Provenienz mit den Originalunterlagen überein, steht hier eben nicht einfach nur einer von 633 gebauten SL 60 AMG.

Dann wäre dieser R129 gleich auf mehreren Ebenen ungewöhnlich: seltener Sechsliter-AMG, angebliches Farb-Unikat und ehemaliger Dienstwagen eines Champions-League-Siegers und WM-Torschützenkönigs. Viel mehr Geschichte lässt sich in einen offenen Mercedes der 1990er-Jahre kaum packen.

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