Mondfinsternis in Bayern: Wolken vermiesen Naturschauspiel – Glück für Münchner

Stand: 28.08.2026, 07:03 Uhr

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Wer am Freitagmorgen früh genug aufgestanden ist und Glück mit dem Wetter hatte, konnte über Bayern eine partielle Mondfinsternis beobachten. Doch nicht überall war der Blick frei.

München – Wer am Freitagmorgen früh genug wach war und einen freien Blick in den Himmel hatte, wurde mit einem besonderen Naturschauspiel belohnt: Über Bayern war eine partielle Mondfinsternis zu beobachten. Der Mond tauchte um 4.34 Uhr in den Kernschatten der Erde ein.

Kammlach, Bavaria, Germany - September 7, 2025: The Corn Moon appears in reddish light during a partial lunar eclipse. T

Eine partielle Mondfinsternis 2025. © IMAGO / Bihlmayerfotografie

Partielle Mondfinsternis über Bayern: Franken und Süden im Wetterpech

Die Wetterverhältnisse waren nicht überall günstig - in Franken etwa versperrten Wolken die Sicht, im Süden vermieste der morgendliche Dunst so manchem das Vergnügen.

In München hingegen ermöglichten Wolkenlücken eine gute Sicht auf das Ereignis – und wer hinschaute, sah den Mond mit zunehmender Verfinsterung langsam in der Morgendämmerung verschwinden.

Erst vor zwei Wochen, am 12. August, war in weiten Teilen Europas eine Sonnenfinsternis zu beobachten.

Wer das Ereignis verpasst hat oder mehr davon möchte, muss sich gedulden. In der Nacht zum 21. Februar des kommenden Jahres steht zwar eine sogenannte Halbschattenfinsternis auf dem Programm – dabei durchquert der Mond jedoch nicht den Kernschatten der Erde, weshalb die Verdunkelung kaum wahrnehmbar ist. Auf eine totale Mondfinsternis müssen Himmelsbeobachter sogar bis zum 31. Dezember 2028 warten.

Optischer Bonus: „Mondillusion“ und „Mondtäuschung“

Die letzte totale Mondfinsternis ereignete sich Anfang September des vergangenen Jahres – damals war sie am Abend zu sehen. Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond, sodass der Erdtrabant in den Schatten unseres Planeten gerät und sich verdunkelt.

Anders als bei einer Sonnenfinsternis war am Freitagmorgen keinerlei Schutzbrille erforderlich. Das vom Mond reflektierte Sonnenlicht ist schlicht zu schwach, um die Augen zu gefährden. Wer freie Sicht hatte, konnte das Schauspiel problemlos mit bloßem Auge verfolgen. Dazu kam ein optischer Bonus: Diese „Mondillusion“ oder „Mondtäuschung“ entsteht dadurch, dass Betrachtende den Mond in Relation zu irdischen Objekten am Horizont setzen, etwa zu Bergen, Bäumen oder Häusern. (Quelle: dpa) (kam)