Im Norden
Nach der tödlichen Attacke in Ratzeburg gibt es nun neue Details zu Täter und Opfer. Was ist über das Motiv bekannt?
Nach dem tödlichen Messerangriff in einem Ratzeburger Supermarkt laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Inzwischen gibt es neue Erkenntnisse zu dem Opfer und dem Tatverdächtigen. Auch die Frage nach dem Motiv steht im Mittelpunkt.
Die Tat ereignete sich am Mittwochnachmittag gegen 15.35 Uhr in einem Supermarkt an der Bahnhofsallee. Nach bisherigem Ermittlungsstand soll der Tatverdächtige plötzlich eine zwischen den Regalen stehende Kundin mit einem Messer angegriffen haben. Der Frau wurden mehrere Stich- und Schnittverletzungen zugefügt. Die 48-Jährige aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg erlitt lebensgefährliche Verletzungen und starb noch vor Ort.
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Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 44 Jahre alten Deutschen. Nach den bisherigen Erkenntnissen kannten sich der Mann und die getötete Frau nicht. Er soll die Kundin demnach offenbar wahllos angegriffen haben.
Attacke bei Lidl in Ratzeburg: Drei Zeugen überwältigen den Angreifer
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Drei couragierte Zeugen eilten der Frau nach dem Angriff zu Hilfe und hielten den Mann fest. Dabei setzte sich der Tatverdächtige zur Wehr. Nach Angaben der Ermittler soll er das Messer gegen sich selbst eingesetzt und sich dabei schwere Verletzungen zugefügt haben.
Den Zeugen gelang es schließlich, den Mann zu entwaffnen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Der 44-Jährige wurde festgenommen und wegen seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
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Ermittler suchen weiter nach dem Motiv
Warum der Mann die Frau angegriffen hat und vor welchem Hintergrund die Tat geschah, ist weiterhin unklar. Die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Lübeck ermitteln wegen des Verdachts des Totschlags.
Hinweise auf eine politisch oder religiös motivierte Tat gibt es nach aktuellem Stand nicht. Die Ermittler prüfen zudem, ob sich der 44-Jährige während des Angriffs in einem psychischen Ausnahmezustand befand. (rei)