Paukenschlag vor der Wahl 2027: Top-Verband entzieht dem FIFA-Präsidenten das Vertrauen

Nächster europäischer Verband entzieht Infantino das Vertrauen

Stand: 11.09.2026, 20:49 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Frontalangriff auf Gianni Infantino: Frankreichs Fußballverband entzieht dem FIFA-Präsidenten einstimmig das Vertrauen für die Wahl 2027.

Paris – Der Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst massiv – und kommt nun von höchster Stelle aus dem europäischen Fußball. Frankreichs Verband (kurz FFF) hat dem Schweizer Funktionär im Hinblick auf die anstehenden Präsidentschaftswahlen im März 2027 das Vertrauen entzogen. Der europäische Dachverband, die UEFA, hat schon eine Klage des Schweizers vorbereitet.

Der Präsident des französischen Verbands Philippe Diallo stellt sich auch gegen Gianni Infantino.

Der Präsident des französischen Verbands Philippe Diallo stellt sich auch gegen Gianni Infantino. © picture alliance/dpa/AFP | Franck Fife | picture alliance/dpa/Pool EPA via AP | Teresa Suarez

Der Exekutivausschuss des FFF fasste diesen weitreichenden Beschluss auf Antrag von Verbandspräsident Philippe Diallo einstimmig. Obwohl dem FIFA-Chef, für dessen Amt es bislang noch keine offiziellen Gegenkandidaten gibt, ursprünglich Unterstützung aus Paris zugesagt worden war, sieht die Verbandsspitze die Grundvoraussetzungen für eine weitere Zusammenarbeit als nicht mehr gegeben an.

Vorstoß für mehr Transparenz: Der FFF plant eigene Reformvorschläge für die FIFA

Als Hauptgrund für den radikalen Kurswechsel nennt der französische Verband die mittlerweile wieder zurückgenommenen Pläne Infantinos zur Einbindung privater Investoren in zukünftige WM‑Geschäfte. Diese Vorstöße hätten dem Ansehen sowie der Einheit des Weltfußballs laut des FFF schweren Schaden zugefügt.

Der FFF übte in diesem Zuge deutliche Kritik an der aktuellen Führungsstruktur der FIFA und betonte, dass die gegenwärtige Governance der Tragweite und der gesellschaftlichen Bedeutung des Fußballs schlichtweg nicht mehr gerecht werde. Um der beschädigten Vorbildfunktion und Unabhängigkeit des Weltfußballverbandes entgegenzuwirken, fordert der FFF nun eine tiefgreifende Reform der gesamten Organisation.

In den kommenden Tagen will der Verband eine Reihe von Konsultationen mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus dem Sport sowie der Wirtschaft starten. Ziel dieser Initiative ist es, konkrete Vorschläge für eine grundlegende Neuausrichtung der FIFA-Führung auszuarbeiten, um wieder Transparenz zu schaffen und das verloren gegangene Vertrauen der Fans und Verbände nachhaltig zurückzugewinnen. (mah)