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Von Sonntag (9. August) an schlagen am Rothenbaum erstmals seit drei Jahren wieder Tennisspielerinnen und Tennisspieler gleichzeitig auf. Ganz so prominent wie bei der letzten gemeinsamen Austragung 2023 wird es diesmal allerdings nicht. Beim Hamburg Ladies & Gents Cup treffen ein ATP-Challenger-75-Turnier der Herren und ein ITF-W50-Turnier der Damen aufeinander.
Statt großer Namen aus den Top 20 oder Top 50 geht es deshalb vor allem um Spielerinnen und Spieler auf dem Weg dorthin. Dass sich ein genauer Blick lohnen kann, zeigt die Vergangenheit: Rafael Nadal erreichte 2003 als 16-Jähriger bei einem Hamburger Challenger das Finale, Emma Raducanu gewann 2017 als 14-Jährige ein Juniorenturnier in der Stadt. Auch Olympiasiegerin Qinwen Zheng spielte einst bei einem Hamburger Turnier dieser Kategorie.
Tennis am Rothenbaum: Noha Akugue führt die deutschen Hoffnungen an
Besonders interessant wird die Turnierwoche aus Hamburger Sicht. Bei den Frauen gehört Noma Noha Akugue sogar zu den Mitfavoritinnen. Die 22-Jährige aus Glinde, die für den Club an der Alster spielt, hat sich nach Turniersiegen in Altenkirchen, Helsinki und Wiesbaden bis auf Weltranglistenplatz 137 vorgeschoben. Erst vor zwei Wochen erreichte sie beim deutlich höher eingestuften WTA-250-Turnier am Rothenbaum das Achtelfinale.
Mit Victoria Brand erhielt eine weitere Norddeutsche eine Wildcard für das Hauptfeld. In der Qualifikation bekommen zudem die Hamburgerinnen Johanna Silva und Maja Michna ihre Chance. Mona Barthel aus Neumünster steht ebenfalls im Hauptfeld.
Bei den Männern führt Tom Gentzsch das deutsche Aufgebot an. Besonders spannend dürfte aber der erst 18 Jahre alte Diego Dedura sein, der zuletzt in Tampere seinen ersten Challenger-Titel gewann. Wildcards gingen unter anderem an die Nachwuchstalente Max Schönhaus und Jamie Mackenzie – sowie an Mika Petkovic. Für den Hamburger und Bundesliga-Spieler des Clubs an der Alster wird das Turnier zum echten Heimspiel.
Auch Hamburger Mika Petkovic bekommt seine Chance, Eintritt frei an allen Tagen
International führen der Ungar Zsombor Piros und die Tschechin Dominika Salkova die Meldelisten an. Große Weltstars fehlen also – dafür ist die Chance größer, einen Spieler oder eine Spielerin zu erleben, deren Name in einigen Jahren deutlich bekannter sein könnte.
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Los geht es am Sonntag ab 10 Uhr mit der Qualifikation der Frauen und Männer. Das Herren-Hauptfeld startet am Montag, die Frauen folgen am Dienstag. Bis Freitag beginnen die Matches je nach Turniertag zwischen 10 und 11 Uhr, am Sonnabend stehen ab 12 Uhr die Halbfinals im Einzel und die Doppel-Endspiele an. Am Sonntag, 16. August, werden die beiden Einzelfinals gespielt. Aktuelle Spielpläne veröffentlicht der Hamburger Tennis-Verband jeweils am Vorabend.
Gespielt wird auf sechs Plätzen einschließlich des Center Courts am Rothenbaum. Der Eintritt ist an allen acht Turniertagen frei, ein Ticket wird nicht benötigt.