Überraschende Entscheidungen und Rechtsstreit: Neue Afrika-Cup-Regel kostet Verband offenbar eine Milliarde

Stand: 08.08.2026, 13:50 Uhr

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Der Afrika-Cup wird zukünftig nur noch alle vier Jahre ausgetragen. Die Entscheidung torpedierte einen Deal, der dem Verband wohl viel Geld gebracht hätte.

Als „dieses kleine Turnier in Afrika“ bezeichnete der heutige Bundestrainer Jürgen Klopp vor einigen Jahren scherzhaft den Afrika-Cup. Alle zwei Jahre wirbelte das im Frühjahr ausgetragene Turnier die Pläne der europäischen Spitzenvereine durcheinander. Denn mitten in der Saison mussten regelmäßig afrikanische Top-Spieler für mehrere Wochen abbestellt werden.

Afrika Cup

Um diese Trophäe geht es. (Archivbild) © Aurelien Morissard/AP/dpa

An Weihnachten 2025 gab es dann zumindest aus der Perspektive der europäischen Klubs eine einem Wunder gleichkommende Meldung: Der afrikanische Verband CAF beschloss einstimmig, das Turnier nur noch alle vier Jahre auszutragen. Damit brachte sich die CAF selbst wohl um bis zu eine Milliarde Dollar, wie The Guardian berichtet.

Afrikanischer Verband muss neue Verträge aushandeln

„Es ist völlig ausgeschlossen, dass ein Sponsor bereit wäre, denselben Betrag für einen Vertrag zu zahlen, bei dem man normalerweise vier Afrikameisterschaften über einen Zeitraum von acht Jahren hätte, während es nun nur noch zwei sein werden. Das ist doch ganz klar“, sagte ein nicht näher benannter ehemaliger Fußballverbandspräsident mit Fachkenntnissen in Finanzfragen.

Das Problem: Die Vermarktungsdeals standen zum Zeitpunkt der Entscheidung kurz vor dem Abschluss und waren weitgehend ausgehandelt. Dass im Vertragszeitraum jetzt nur noch die Hälfte der Turniere stattfindet, stellte die Gespräche auf den Kopf. Es folgte ein Rechtsstreit, an dessen Ende die CAF 50 Millionen Dollar als Entschädigung für die geplatzten Verhandlungen zahlen musste.

Der letzte Vertrag wurde vor sieben Jahren unterschrieben und galt bis 2028. In diesem wurde der CAF Mindesteinnahmen in Höhe von einer Milliarde Dollar versprochen. Bei der generellen finanziellen Entwicklung der Preise im Weltfußball wäre es mehr als überraschend, wenn der neue Deal weniger Einnahmen beinhaltet hätte. (phm)