Stand: 31.08.2026, 13:34 Uhr
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Nach dem Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau werden neue Details seiner Mission bekannt.
Moskau – Der überraschende Moskau-Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe bekommt eine neue Dimension. Bei seiner ursprünglich geheim gehaltenen Reise soll der US-Geheimdienstchef nicht nur mit seinen russischen Amtskollegen gesprochen, sondern auch einen neuen Vorstoß für ein Treffen von Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj gemacht haben.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.
Das berichtet das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei mit den Gesprächen vertraute Quellen. Ratcliffe war demnach am Dienstag, 25. August, nach Moskau gereist und traf dort den Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin, sowie FSB-Direktor Alexander Bortnikow.

Nach Informationen von Axios brachte Ratcliffe bei seinen Gesprächen die Möglichkeit eines gemeinsamen Gipfels von US-Präsident Trump, dem russischen Präsidenten Putin und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj ins Spiel.
Es war dem Bericht zufolge das erste Mal, dass sich der CIA-Chef persönlich in die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs einschaltete.
Ratcliffe bringt Dreiergipfel ins Gespräch
Ein weiteres Ziel der Reise sei gewesen, herauszufinden, ob die Führung der russischen Geheimdienste Putin dazu bewegen könnte, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Ratcliffe habe außerdem über eine Wiederaufnahme der von den USA vermittelten Gespräche zwischen Moskau und Kiew gesprochen.
US-Regierungsvertreter informierten Selenskyj am Freitag über Ratcliffes Gespräche und den Vorschlag eines Dreiergipfels. Die Trump-Regierung hatte ein solches Treffen bereits zuvor ins Gespräch gebracht. Selenskyj zeigte sich grundsätzlich offen, Putin lehnte bislang ab.
Moskau stellt Bedingungen für Gipfel
Der Kreml reagierte inzwischen auf die Berichte. Ein Treffen der drei Präsidenten könne nur stattfinden, wenn zuvor bereits ausgehandelte Vereinbarungen formal besiegelt werden sollen, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur TASS.
Ein Gipfel sei nicht dazu gedacht, die zahlreichen offenen Details eines möglichen Friedensabkommens erst auf höchster Ebene auszuhandeln. Putin, Trump und Selenskyj könnten sich nach russischer Darstellung erst treffen, wenn die eigentlichen Vereinbarungen weitgehend stehen.
Nach Angaben von Axios kam Ratcliffe aus Moskau dennoch mit dem Eindruck zurück, dass Bortnikow bei neuen diplomatischen Bemühungen eine konstruktive Rolle spielen könnte. Die New York Times hatte zuvor berichtet, der CIA-Direktor habe dem FSB-Chef eine düstere Einschätzung der Kriegslage präsentiert und Russland gedrängt, eine Vereinbarung zu schließen, bevor sich seine Lage weiter verschlechtere.
Trump selbst spielte die ungewöhnliche Reise herunter. Gegenüber Axios bezeichnete er den Besuch als „standard business“. Er habe nicht dazu gedient, Moskau vor Angriffen auf NATO-Gebiet zu warnen. Das hatten jedoch mehrere US-Medien unmittelbar nach Bekanntwerden der Reise Ratcliffes unter Berufung auf Insider berichtet.
Ukraine bleibt gegenüber Putin skeptisch
In Kiew werden die russischen Absichten unterdessen deutlich skeptischer beurteilt. Ukrainische Vertreter gehen nach Angaben von Axios davon aus, dass Putin gleichzeitig eine größere militärische Eskalation vorbereiten könnte.
Selenskyjs stellvertretender Stabschef Pawlo Palissa erklärte, Russland bereite mehrere mögliche Szenarien für eine Offensive im Norden der Ukraine vor. Dabei würden insbesondere Kiew und Tschernihiw berücksichtigt.
Die von Washington vermittelten direkten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine liegen seit Mitte Februar auf Eis. In den vergangenen Monaten führten die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner getrennte Gespräche mit Vertretern beider Seiten, ohne einen entscheidenden Durchbruch zu erzielen.
Selenskyjs Stabschef Kyrylo Budanow hält eine Wiederaufnahme der Verhandlungen im September für möglich. Selenskyj dankte den USA am Freitag ausdrücklich für den „notwendigen Ton des Gesprächs mit Russland“. Die Trump-Regierung verfolge eine realistische Vorstellung davon, was erreicht werden müsse. Quellen: Axios, TASS, nif/red.